Moser: Gorbachs verkehrspolitisches Versagen führt zu Tarif-Erhöhungen der ÖBB

Lob für Fahrplanverbesserungen - Gorbach trägt Hauptschuld wie auch RH festgestellt hatte

Wien (OTS) - "So erfreulich die Fahrplanverbesserungen sind, so kritikwürdig sind die Tarif-Erhöhungen", erklärt heute die Verkehrssprecherin der Grünen, Gabriela Moser und übt heftige Kritik an der geplanten Tarif-Erhöhung für PendlerInnen im Ausmaß von bis zu fünf Prozent. "Gerade jetzt haben die ÖBB angesichts der hohen Treibstoffpreise die Chance, durch den neuen besseren Fahrplan neue KundInnen zu gewinnen. Doch diese werden umgehend durch Preiserhöhungen verprellt!", so Moser weiter, und weist darauf hin, dass in den letzten fünf Jahren die Wochen- und Monatskarten bereits viermal um bis zu 40 Prozent erhöht worden sind.

Schon der Rechnungshof hatte die mangelhafte politische Steuerung und Intransparenz bei der Finanzierung des öffentlichen Verkehrs kritisert, der gegenüber dem motorisierten Individualverkehr deutlich benachteiligt werde. "Daran trägt BM Gorbach die Hauptschuld. Erstens führt die ruinöse ÖBB-Reform zur teuren Trennung von Bau und Betrieb und zur massiven Erhöhung des intern zu zahlenden Benützungsentgelts. Zweitens gab es keinerlei Erhöhung der Zahlungen des Bundes an die ÖBB (gemeinwirtschaftliche Leistungen) und drittens wurde der Schienenausbau mit unwirtschaftlichen Monsterprojekten, wie dem Koralm-Tunnel, völlig überfrachtet", so Moser, und abschließend: "Es wird höchste Zeit, dass Gorbach und die schwarz-blau/orange Bundesregierung eine Verkehrspolitik zugunsten der PendlerInnen, der ÖBB und des öffentlichen Verkehrs betreiben und nicht weiterhin als Lobby für die Bauindustrie und Großbanken agieren."

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