Sacher: Erneute Preiserhöhungen bei öffentlichen Verkehrsmitteln sind falsches Signal

Bundesregierung hat mit Zerschlagungspolitik wirtschaftlichen Druck auf ÖBB verschuldet

St. Pölten, (SPI) - Wochen-, Monats- und Jahreskarten bei Bahn und Bus sollen ab kommendem Jahr in Niederösterreich um bis zu 5 Prozent teurer werden! "Ausgerechnet die PendlerInnen, die treuesten Kunden der Bahn, wieder einmal zur Kasse zu bitten, ist nicht der beste Einfall der Österreichischen Bundesbahnen", kritisiert der Verkehrssprecher der SPNÖ und Zweite Präsident des Niederösterreichischen Landtages, LAbg. Ewald Sacher, die Verteuerungspläne bei der Bahn. "Man kann den Menschen doch nicht statt verbessertem Service nur Verteuerungen ‚bieten’ und sich dann auch noch erwarten, dass mehr Menschen mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fahren" so Sacher weiter. Die Preise für Zeitkarten wurden erst im September des Vorjahres kräftig, nämlich um bis zu 7,7 Prozent, erhöht. Seit 2000 sind die Wochen- und Monatskarten bereits vier Mal um insgesamt bis zu 40 Prozent teurer geworden. "Trotz einiger Verbesserungen im neuen Winterfahrplan gibt es nach wie vor massiven Aufholbedarf an Attraktivität. Kunden können aber nur über erstklassiges Service gewonnen - und auch gehalten - werden", so Sacher weiter.****

"Ganz klar lastet aber auch auf den Österreichischen Bundesbahnen massiver wirtschaftlicher Druck. Die Bundesregierung hat schließlich mit ihrer Zerschlagung bewährter Strukturen dafür gesorgt, dass die eine Gesellschaft der Bahn der anderen Gesellschaft z.B. für jeden gefahren Kilometer Schienenbenutzungsentgelt zahlen muss. Wird das Angebot für die PendlerInnen also ausgebaut, kommt es der einen Bahn-Gesellschaft teuer, während die andere profitiert! Außerdem ist die Abgeltung gemeinwirtschaftlicher Leistungen, wie z.B. Schüler-oder Sozialtarife, durch den Bund und die Länder seit Jahren nicht erhöht worden. Hier besteht massiver Handlungsbedarf - sonst droht den öffentlichen Verkehrsmitteln das endgültige Aus! Das Angebot öffentlicher Verkehrsmittel, auch auf vielleicht nicht so rentablen kleineren Strecken, ist schließlich ein grundlegender Faktor der öffentlichen Infrastruktur. Hier hat daher auch die öffentliche Hand klar Verantwortung zu tragen", so Sacher abschließend.
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