ZIT: 2,5 Millionen Euro für Call Life Sciences Vienna 2006

Wettbewerb fördert klinische Erprobung von Medikamenten und Medizintechnikprodukten, höhere Förderquote für KMU

Wien (OTS) - Mit dem aktuellen Call Life Sciences Vienna 2006 unterstützt das ZIT, "Zentrum für Innovation und Technologie", die Technologieagentur des Wiener Wirtschaftsförderungsfonds (WWFF), die in Wien seit Jahren andauernde sehr positive Entwicklung im Technologiefeld der Life Sciences. Für diesen Förderwettbewerb, der noch bis 26. Jänner 2006 läuft, stehen 2,5 Millionen Euro zur Verfügung. In Wien sind mehr als 70 Unternehmen im Life-Sciences-Bereich tätig. Nach den Erfolgen in der Grundlagenforschung stehen viele dieser Firmen vor der Herausforderung, in die Phase der klinischen Erprobung ihrer Produkte einzutreten. Der Call Life Sciences Vienna 2006 unterstützt Unternehmen in Wien bei präklinischen Tests und bei frühen klinischen Studien und damit beim Markteintritt von Medikamenten und Medizintechnik-Produkten.****

Wien hat als Life-Sciences-Standort in den letzten Jahren ein eindrucksvolles Wachstum durchlebt. "Viele junge Unternehmen, die Ende der 1990er-Jahre gegründet wurden, befinden sich mittlerweile in der Wachstumsphase. Der Call fördert Projekte aus den Bereichen Drug Development und Medizintechnik und unterstützt damit die weitere dynamische Entwicklung der Wiener Life-Sciences-Unternehmen", sagt ZIT-Geschäftsführerin Mag.a Edeltraud Stiftinger.

Vor dem Markteintritt von Medikamenten sind zahlreiche klinische Studien notwendig. Dabei wird die Wirksamkeit eines Präparats getestet, mögliche Nebenwirkungen geprüft und die Dosis ermittelt, die den PatientInnen später verabreicht wird. Diese Studien können sich über einen Zeitraum von bis zu zehn Jahren erstrecken und Kosten von über 100 Millionen Euro verursachen. Auch Medizintechnik-Produkte müssen vor der Zulassung getestet werden. Vor allem KMU stehen dabei vor schwer zu bewältigenden finanziellen Herausforderungen. Die Förderquote bei KMU liegt im Rahmen des Calls daher bei 35 Prozent, bei Großunternehmen liegt sie bei 25 Prozent.

Extra-Preisgelder für die besten Projekte

2,5 Millionen Euro stehen für den Call, der vom ZIT in Zusammenarbeit mit der ARGE Life Sciences Austria Vienna Region (LISA VR) durchgeführt wird, zur Verfügung. Für die besten Projekte sind Zuschüsse von bis zu maximal 750.000 Euro möglich. Wie bei ZIT-Calls üblich, erhalten die drei besten Projekte zusätzlich zur Förderung Preisgelder in der Höhe von 15.000 (Platz 1), 10.000 (Platz 2) und 5.000 Euro (Platz 3). Projekte können bis einschließlich 26. Jänner 2006 elektronisch unter http://www.zit.co.at/ eingereicht werden. Gefördert werden interne und externe Personalkosten sowie Kosten für Beratungen und vergleichbare Dienstleistungen, welche die Forschungstätigkeit unterstützen. Eine internationale ExpertInnenjury unter dem Vorsitz von Universitätsdozent Dr. Ernst Agneter, Leiter des Fachausschusses für Forschung und Entwicklung des Verbands der pharmazeutischen Industrie Österreichs (Pharmig), bewertet die Projekte.

Wien als Top-Standort in Europa

Durch den Auf- und Ausbau von Infrastruktur (Immobilien, Netzwerk, Beratung) sowie die Durchführung wettbewerbsorientierter Calls des ZIT hat die Wiener Forschungs- und Technologiepolitik wesentlich dazu beigetragen, dass der Bereich der Life Sciences in den letzten Jahren zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor geworden ist. Neben monetären Förderungen - die WWFF-Tochter ZIT hat 2002 und 2004 bereits zwei Life-Sciences-Calls durchgeführt und dabei insgesamt 20 Projekte mit 6 Millionen Euro gefördert - errichtet und betreibt das ZIT Biotechnologieimmobilien wie das Campus Vienna Biocenter 2. Der gesamte Campus im 3. Wiener Gemeindebezirk gilt als ein bedeutendes Zentrum der Wiener Life-Sciences. Insgesamt sind hier 1.200 WissenschafterInnen aus über 40 Nationen tätig. In bewährter Partnerschaft des ZIT mit der PRISMA Holding AG wird der Campus nun um ein zusätzliches Gebäude erweitert. Baubeginn ist im Frühjahr 2006.

Seit 1997 hat die Stadt Wien 130 Millionen Euro in den Ausbau des Biotech-Standorts investiert. Weltweit tätige Konzerne wie Baxter, Novartis oder Boehringer-Ingelheim unterstreichen die europaweite Bedeutung Wiens als moderner Standort für Life Sciences. Die Zahl der Beschäftigten in diesem Bereich erhöhte sich allein von 1997 bis 2003 von 4.400 auf 6.500.

o Weitere Informationen im Internet unter http://www.zit.co.at/

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