BZÖ-Grosz: Skandal um steirische Medicorp-Honorare an GKK sofort überprüfen

Wenn Tonbandprotokoll stimmt, muss GKK entweder Arzt Walzl klagen oder Gritzner entlassen

Graz (OTS) - "Wenn dieses Tonbandprotokoll zwischen dem Medicorp-Chef Hermann und dem Arzt Walzl der Echtheit entspricht, gibt es für die Steirische Gebietskrankenkasse nur mehr zwei Möglichkeiten. Entweder zeigt GKK-Direktor Gritzner den Arzt Manfred Walzl wegen Rufschädigung an, oder die Gebietskrankenkasse leitet sofortige disziplinäre Maßnahmen gegen ihren Generaldirektor ein. Diese können nur in einer sofortigen Entlassung münden", so der steirische BZÖ-Obmann Gerald Grosz in einer Reaktion auf den Honorarskandal rund um die Medicorp-Veranstaltung.

"Auch der Hauptverband der Sozialversicherungsträger ist am Zug, diesen Skandal, in den der führende Mitarbeiter der GKK-Steiermark involviert ist, sofort zu überprüfen. Wenn diese Vorwürfe stimmen ist Generaldirektor Gritzner keine Sekunde länger mehr tragbar. Die steirische Ärztekammer ist gefordert, die Aktivitäten rund um den Arzt Walzl genauso zu überprüfen", betonte Grosz.

"Wir fordern auch eine lückenlose Überprüfung im gesamten Versicherungswesen, inwieweit solche "Honorare" üblich sind bzw. inwieweit diese dem Dienstgeber gemeldet werden und ordnungsgemäß einer Versteuerung durch die Finanzbehörden unterzogen werden. Es kann niemand ausschließen, dass diese Zubrotgestaltung nicht in allen Versicherungsträgern üblich ist. Dies wäre eine Sauerei der Sonderklasse, da es sich bei den Mitarbeitern der Sozialversicherungen immerhin um Personen handelt, die von den Sozialversicherungsbeiträgen der österreichischen Arbeitnehmer ihren Alltag bestreiten. Wenn GKK und Ärztekammer von sich aus nicht tätig werden, bereitet das BZÖ-Steiermark eine Sachverhaltsdarstellung an die Staatsanwaltschaft vor", so der steirische BZÖ-Obmann abschließend.

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