IKG als Amicus Curiae zieht Unterstützung der Kläger in der Whiteman-Sammelklage zurück.

Die Entscheidung liegt jetzt beim United States Court of Appeal, Second Circuit bzw. beim District Court

Wien (OTS) - Über Initiative der IKG haben in den letzten Tagen fast alle Kläger der Whiteman-Sammelklage ihr Einverständnis zu einer Rückziehung der Klage erklärt. Die IKG bemüht sich weiterhin, die letzten dieser Kläger bzw. deren Erben zu überzeugen, ebenfalls ihr Einverständnis zu erteilen.

Aufgrund der vorliegenden Einverständniserklärungen hat die IKG als Amicus Curiae am Freitag, den 4. November 2005, durch ihre amerikanischen Rechtsanwälte eine "motion" beim United States Court of Appeal eingebracht. Darin zieht die IKG ihre Unterstützung der Kläger in der Whiteman-Sammelklage zurück und tritt für die Abweisung der Klage (dismissal) ein.

Gleichzeitig ist die IKG als Amicus Curiae bestrebt, in Verhandlungen mit den Vertretern der Kläger und der Beklagten zu erreichen, daß sich Kläger und Beklagte über einen gemeinsamen Antrag auf Abweisung des Verfahrens (joint stipulation) einigen und dieser Antrag baldmöglichst beim District Court (1. Instanz) eingebracht wird.

Beide Instanzen können aufgrund dieser Anträge durch Beschluß auf Klagsabweisung (dismissal) den vom Allgemeinen Entschädigungsfondsgesetz geforderten "Rechtsfrieden" (legal closure) herstellen und damit den Allgemeinen Entschädigungsfonds in die Lage versetzen, mit der Vorauszahlung von Entschädigungsleistungen an NS-Opfer zu beginnen. Die Entscheidung liegt nun in den Händen der amerikanischen Gerichte.

Dr. Ariel Muzicant
Präsident

Rückfragen & Kontakt:

Israelitische Kultusgemeinde
Erika Jakubovits
Tel.: (01) 53 104-102
E-Mail: e.jakubovits@ikg-wien.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | IKG0001