Ärztekammer fordert Erhöhung um 52 Prozent

WGKK bietet Abschaffung der Chefarztpflicht, neue Leistungen und moderate Honorarsteigerungen

Wien (OTS) - Die Wiener Ärztekammer hat der Wiener Gebietskrankenkasse (WGKK) einen "Angebotskatalog" für eine neue Honorarvereinbarung vorgelegt. Darin wird eine Erhöhung der Honorarsumme für Ärzte um 52 Prozent (!) gefordert (Erhöhung um insgesamt 177 Millionen Euro für rund 1.770 Vertragsärzte). Das würde bedeuten, dass jeder Vertragsarzt nächstes Jahr durchschnittlich um 100.000 Euro mehr als heuer bekommen würde.

Diese Forderung der Ärztekammer für Wien ist noch keine geeignete Verhandlungsgrundlage für die WGKK. Der Obmann der Kasse, Franz Bittner, stellte dazu heute fest: "Ich trete für eine faire Honorarerhöhung für unsere Vertragsärzte ein. Ich werte die stark überzogenen Forderungen der Ärztekammer am Beginn der Verhandlungen für den üblichen 'Theaterdonner', der das Gesprächsklima nicht trüben sollte. Hoffentlich ziehen die Rituale schnell vorüber, sodass wir rasch und sachlich zu einem guten Abschluss kommen."

Die WGKK möchte für ihre Versicherten folgende Verbesserungen umgesetzt wissen:

+ Abschaffung der Chefarztpflicht und Abschluss einer Zielvereinbarung; + Aufnahme neuer Leistungen in den Gesamtvertrag (z.B. Hörscreening für Säuglinge); + Moderate Erhöhung der Honorarsumme;

+ Änderung der Ablösebestimmungen für Ordinationen.

Trotzdem die Vorstellungen von Ärztekammer und Kasse noch sehr weit auseinander liegen, braucht die Wiener Bevölkerung keine Sorge vor einem vertragslosen Zustand ab Jänner nächsten Jahres haben. Der aktuelle Vertrag wurde nicht gekündigt und bleibt weiter aufrecht.

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