Broukal: Schüssels "Wunder" erreicht Unis Jahre zu spät

Uni-Budget 2009 noch immer um 300 Mio. Euro geringer als 1999

Wien (SK) - "Den Universitäten fehlen heuer und 2006 je 100 Millionen Euro. Schüssels Uni-Wunder kommt 2007 um Jahre zu spät. Mich wundert es nicht, wenn sich die Rektoren nach drei Hungerjahren über jeden Euro mehr freuen. Schüssels Wunder gleicht nicht einmal Geldentwertung und steigende Studierendenzahlen aus. Ein weit größeres Wunder ist leider ausgeblieben: Endlich den Unis das Geld zu geben, das sie für Europareife und Weltklasse brauchen würden", erklärte SPÖ-Wissenschaftssprecher Josef Broukal Dienstag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. ****

Außerdem, so Broukal weiter, spekuliere Schüssel mit der Vergesslichkeit der Menschen und Medien. Zur Erinnerung: 1999 hatten Österreichs Universitäten um 300 Millionen Euro mehr als sie im Jahr 2009 - nach "Schüssels Wunder" - haben werden.

Zum "Milliardenpaket" merkte Broukal weiters an, dass gut die Hälfte des Geldes für Gebäudesanierungen vorgesehen ist. So würde das Geld dazu dienen, Gebäude brandsicher zu machen, Aufzüge zu modernisieren und brennbare Fußböden durch schwerbrennbare Fußböden zu ersetzen, so Broukal. "Das ist überhaupt kein einziger Euro für zusätzliche Professoren, zusätzliche Hörsäale, zusätzliche Studienplätze an den Universitäten", betonte Broukal. Diese würden mit 170 Millionen Euro plus ab dem Jahr 2007 abgespeist: "Das ist verglichen mit jetzt weniger als die Geldentwertung, und es fängt vor allem die ständige Zunahme der Zahl der Studenten nicht auf", machte Broukal klar.

"Die Uni-Katastrophe wird prolongiert"

"Nach unseren Rechnungen müsste die Regierung 240 Millionen in den Jahren 2007 bis 2009 jeweils pro Jahr geben, um auch nur die nicht gerade berauschende Qualität, die die Universitäten jetzt haben, zu sichern", unterstrich der SPÖ-Wissenschaftssprecher. So aber würden in den nächsten Jahren wieder Studierende abgewiesen werden und die Zahl der Lehrer und Lehrerinnen an den Universitäten zurückgehen:
"Die Uni-Katastrophe wird prolongiert, da kann auch der Milliardenrausch der Bundesregierung nicht darüber hinwegtäuschen", schloss Broukal. (Schluss) sk/cs

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