eu-Internetadressen - Rechteinhaber aufgepasst: Start für Registrierungen in genau einem Monat

WKÖ-Bundessparte Information und Consulting erwartet großes Interesse bei Unternehmen - Pollirer: "Wahrung der eigenen Markenrechte: Wer zuerst kommt, hat die besseren Chancen"

Wien (PWK839) - Am 7. Dezember 2005 beginnt die
Registrierungsphase für Internet-Adressen mit der neuen Endung .eu. Auch .eu-Adressen werden - unter anfänglicher Wahrung bestehender Rechte - grundsätzlich nach dem Prinzip "First Come, First Served" ("Wer zuerst kommt, malt zuerst") vergeben. Daher empfehlen die Internet-Experten der Bundessparte IC allen Unternehmen, die Interesse an einer Domain haben, die Bestellung möglichst rasch bei einem Provider zu deponieren.

Und so ist das Procedere: Ab 7. Dezember 2005 können die Inhaber verschiedener Rechte (wie Markenrechte, Handelsnamen, Rechte an Unternehmensnamen) während der Vorregistrierungs-Phasen, "Sunrise I" und "Sunrise II" genannt, die gewünschten Adressen anmelden (Details im Informationsblatt auf http://wko.at/ic/docs/eu-domain.pdf).
Im Rahmen der Anmeldung zur Registrierung für eine .eu-Adresse wird überprüft
* ob der Antragsteller Inhaber der Rechte an dem zu registrierenden Namen ist
* und natürlich, ob die Adresse mit dem gewünschten Wortlaut verfügbar ist.
Durchgeführt wird die Überprüfung im Auftrag des Domainverwalters EuRID vom Beratungsunter¬nehmen PricewaterhouseCoopers (PwC).

Hans-Jürgen Pollirer, Obmann der Bundessparte Information und Consulting, nennt die Vorteile der .eu-Domain: "Sie stellt eine Alternative zur globalen Domain .com dar. Eine .eu-Webseiten- oder E-Mail-Adresse bietet die Möglichkeit, sich weltweit als europäisches Unternehmen zu präsentieren." Das führe zu einer Erleichterung beim Dienstleistungsexport im europäischen Binnenmarkt: "Mit einer .eu-Adresse steht eher das Produkt- und Dienstleistungsangebot im Vordergrund als die Nationalität des Anbieters", führt Spartenobmann Pollirer aus.

Die Anmeldung ist in jedem Fall kostenpflichtig, d.h. die damit verbundenen Gebühren fallen auch dann an, wenn festgestellt wird, dass die Rechte an dem zu registrierenden Namen gar nicht vorhanden sind oder der Antrag eines anderen Unternehmens bereits erfolgreich war. Für die Teilnahme an der Sunrise-Periode ist mit Kosten von 100,-- bis 150,-- Euro zu rechnen. Hans-Jürgen Pollirer begrüßt diese Vorgehensweise aber "trotzdem als taugliches Mittel gegen Domain-Grabbing."

Er legt Unternehmen, die Interesse an einer .eu-Adresse haben, nahe, die Möglichkeit der Vorregistrierung während der Sunrise I und II-Periode zu nutzen. Zwar können danach, im März 2006, .eu-Domains ohne Prüfung registriert werden. "Auch dann wird es - wie bisher auch - möglich sein, ‚seine’ Unternehmensdomain auf dem Rechtsweg zu erstreiten. Aber es ist wohl auf jeden Fall besser, sich dieser Gefahr nicht auszusetzen und bereits jetzt die Gelegenheit zur Registrierung zu nutzen", so Pollirer.

Die Bundessparte Information und Consulting weist weiters darauf hin, dass es bezüglich Domain-Reservierung zu Problemen kommen kann, wenn die Rechte an einem Begriff, einem Namen oder einer Marke mehrmals vergeben sind, beispielsweise in unterschiedlichen Ländern oder Branchen. Denn wie auch bei anderen Domains gibt es jede URL mit der Endung .eu nur einmal. Ebenso ist davon auszugehen, dass es bei geläufigen Namen wie beispielsweise Müller oder Huber und bei begehrten Begriffen zu vielen Anträgen kommen wird. (JR)

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