ÖGB-Vize Nürnberger zu ÖBB: Khol verkennt die Lage völlig

GMT solidarisch mit EisenbahnerInnen

Wien ((GMT/ÖGB)) - Anlässlich der Aussagen von Nationalratspräsident Khol (ÖVP) schaltet sich ÖGB Vizepräsident Rudolf Nürnberger, Vorsitzender der Gewerkschaft Metall - Textil, in die Diskussion um Eingriffe ins Dienstrecht der ÖBB Beschäftigten ein. "Völlige Verkennung der Lage und ein zweifelhaftes Demokratieverständnis" kontert Nürnberger den Aussagen Khols in der heutigen "Kleinen Zeitung."++++

Khol behauptet in einem Interview mit der "Kleinen Zeitung", die ganze Nation stehe in Sachen ÖBB hinter Vizekanzler Gorbach. Nürnberger dazu: "Ich weiß nicht von welcher Nation Khol redet. Die Menschen in Österreich können jedenfalls nicht gemeint sein. Denn egal ob bei der Eisenbahn oder in sonstigen Bereichen: Die Menschen sind klipp und klar gegen Eingriffe in kollektivvertraglich vereinbarte Regelungen oder in ihr Dienstrecht."

"Es ist genau umgekehrt", meint Nürnberger: "Die ganze Nation wird hinter den Eisenbahnerinnen und Eisenbahnern stehen. Wenn die Regierung die ÖBB zerschlägt, ihre Beschäftigten als ‚nutzlos’ bezeichnet, Tausende los werden will und massive Verschlechterungen im Dienstrecht plant - und das alles mit dem politischen Hintergedanken, die Gewerkschaft der Eisenbahnerinnen und Eisenbahner zu schwächen - dann hat die Bevölkerung dafür kein Verständnis." Nürnberger versicherte den Beschäftigten der ÖBB die volle Solidarität der Gewerkschaft Metall - Textil. "Wir stehen zu den Kolleginnen und Kollegen, wie schon vor drei Jahren. Dass sich Arbeiternehmerinnen und Arbeitnehmer verschiedener Berufsgruppen gegen einander ausspielen lassen, das darf und wird es in Österreich nicht geben."

ÖGB, 6. November 2005 Nr. 618

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