Neues Volksblatt: "Schwerarbeit" (von Michael Kaltenberger)

Ausgabe vom 5. November 2005

Linz (OTS) - Man kann über die Schwerarbeiterregelung herrlich blödeln; vor allem über die Definition, welche Arbeit schwer genug ist, um im Pensionsrecht ihren Niederschlag zu finden. Besonders das Ansinnen der Floristen, unter die Schwerarbeiter eingereiht zu werden, hat die Spaßvögel beflügelt und zur Suche nach weiteren Schwerarbeitern - bis zum Nikolaus, wegen besonderem Stress um den 6. Dezember - angeregt.
Tatsache ist wohl, dass es heutzutage nur noch wenig leichte Arbeit gibt; die Arbeitgeber würden wohl kaum dafür zahlen. Krank macht nämlich nicht nur körperliche Schwerarbeit, krank - und damit pensionsreif - machen immer öfter Bewegungsarmut und psychische Belastungen.
Man kann also über die Definition, was Schwerarbeit ist, blödeln -oder sich Gedanken machen, wie man aus dieser Sackgasse heraus kommt, in die sich
die Sozialministerin mit ihrer Definition der Schwerarbeit über den Kalorienverbrauch manövriert hat.
Im ÖAAB hat man sich Gedanken gemacht und ein praktikables Modell vorgelegt. An der Sozialministerin liegt es jetzt, ob dieses Modell eine Chance bekommt. Es ist nur ein kleiner Sprung über den eigenen Schatten.

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