Wurm/Niederwieser: Sieht so verantwortungsvolle Bildungspolitik aus, Frau Ministerin Gehrer?

Wien (SK) - "Vereine, die hierzulande jahrelang Sprachförderung für Kinder nichtdeutscher Muttersprache anbieten, müssen regelmäßig bei den zuständigen Ämtern betteln und ums Überleben zittern", stellen SPÖ-Nationalratsabgeordnete Gisela Wurm und SPÖ-Bildungssprecher Erwin Niederwieser fest. "Anstatt diese gut funktionierenden Einrichtungen zu unterstützen, verfällt ÖVP-Bildungsministerin Gehrer auf die Idee, 80 Euro pro Kind und Jahr als 'Scheck' zu finanzieren." ****

"Aber 80 Euro als Draufgabe des Bundes reichen nicht aus, um die notwendige sprachliche Frühförderung der Kinder in Gang zu bringen. Damit werden lediglich 10 Prozent der tatsächlichen Kosten für sprachliche Frühförderung abgedeckt", so die beiden SPÖ-Abgeordneten. Denn bei rund 100 Stunden für ein Jahr, das sind nicht mehr als zwei Stunden in der Woche, zahlt das Bildungsministerium also 66 Cent pro Woche. Rechnet man Gruppen von bis zu fünf Kindern und 40 Euro Kosten je Stunde, dann gehen sich gerade einmal zehn Stunden aus. "Der 'großzügige' Bundesscheck von 80 Euro deckt im besten Fall zehn Prozent der Kosten. Den Löwenanteil haben Eltern, Gemeinden und Länder zu begleichen", kritisieren die SPÖ-Abgeordneten.

"Sieht so verantwortungsvolle Bildungspolitik aus, Frau Ministerin Gehrer, dass Sie es dem Zufall überlassen, ob daraus ein konkretes Förderangebot entsteht oder nicht?", fragen Gisela Wurm und Erwin Niederwieser und verweisen auf die SPÖ-Forderungen nach Intensivierung der Sprachförderung vor dem Schuleintritt und deren Fortsetzung in der Grundschule und die Einführung eines verpflichtenden Vorschuljahres. (Schluss) wf/mp

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