GVO-freie Futtermittel sind Grundlage für Genussland OÖ

Frais: "Ehrlichkeit gegenüber Konsumenten ist bei Lebensmitteln absolut entscheidend"

Linz (OTS) - Positiv beurteilt SP-Klubobmann Dr. Karl Frais die ersten Ergebnisse der AMA-Machbarkeitsstudie für flächendeckende GVO-freie Fütterung in der österreichischen Landwirtschaft. "Die Studie ist ein wichtiger Beitrag zur Ehrlichkeit gegenüber den Kon-sumenten. Sie besagt klipp und klar, dass Gentechnikfreiheit derzeit nicht praktiziert wird, weil es sonst keinerlei Probleme bei der Umstellung auf Gentechnikfreiheit gäbe. Außerdem wird klar, dass die Entscheidung für Gentechnikfreiheit bei den Futtermitteln rasch gefällt werden muss, weil der Anteil der GVO-Futtermittel am Weltmarkt rasant ansteigt", so Frais. Der SP-Klubobmann fordert Umweltlandesrat Anschober und Agrar-landesrat Stockinger auf, auf der Grundlage dieser AMA-Studie für Oberösterreich ein Konzept für flächendeckende GVO-freie Fütterung in der Landwirtschaft zu entwickeln. "Wenn Oberösterreich glaubhaft als Genussland positioniert werden soll, dann muss auch auf GVO-Futtermittel verzichtet werden", stellt Frais fest.

In den Bereichen Rindermast und bei der Milchproduktion würde die Umstellung auf GVO-freie Futtermittel laut Machbarkeitsstudie kaum Probleme mit sich bringen. "Des-halb erwarte ich mir in diesen für die Bevölkerung sehr wichtigen Bereichen auch rasche Lösungskonzepte", fordert der SP-Klubobmann. Auch in den anderen Bereichen wie Schwein, Pute und Geflügel zeigt die Studie Lösungsmöglichkeiten auf.

"Jetzt müssen auf die zahlreichen Ankündigungen zum Thema Gentechnikfreiheit end-lich Taten folgen. Die Situation am Futtermarkt geht weltweit in Richtung mehr GVO-Futtermittel. Aufgrund dieser Zuspitzung - 2008 soll der Anteil von GVO-Futtermitteln schon 70 Prozent am Weltmarkt betragen - ist es notwendig rasch zu handeln", argu-mentiert Frais.

Die Tatsache, dass Gentechnikfreiheit in Österreich machbar ist, wird durch die Ergeb-nisse der Machbarkeitsstudie eindeutig belegt. "Auch das Vorbild der Schweiz zeigt, dass Gentechnikfreiheit keine Utopie ist. Entscheidend ist vielmehr, dass Oberösterreich dem eigenen Anspruch - sich als Genussland zu positionieren - auch ernsthaft und ehrlich gegenüber den Konsumenten gerecht wird. Dazu gehört jedenfalls der Verzicht auf GVO-Futtermittel", betont der SP-Klubchef.

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Mag. Andreas Ortner

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