Darabos: ORF-Weisung soll verhindern, dass über SPÖ im Fernsehen berichtet wird

Regierungsfunk im Entstehen - "Vermolterung" des ORF findet statt

Wien (SK) - Als "demokratiepolitisch nicht mehr zulässig" bezeichnete SPÖ-Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos den Umgang des ORF mit den Oppositionsparteien. So soll eine Weisung von Chefredakteur Mück existieren, dass von der SPÖ nur noch über SPÖ-Vorsitzenden Gusenbauer und dem gf. Klubobmann Cap berichtet werden soll. Bei der ÖVP und dem BZÖ werde hingegen über alle Regierungsvertreter berichtet. "Es geht hier darum, einen Regierungsfunk zu bilden. Es findet eine Berlusconisierung, ich möchte sagen, eine Vermolterung statt", kritisierte Darabos am Freitag in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Doris Bures. Der ORF sei dabei, seinen öffentlich rechtlichen Status zu verlieren, so Darabos. ****

Ohne in Sekundenzählerei verfallen zu wollen, zeigte Darabos die Sendezeiten von SPÖ und ÖVP auf. So nahm die SPÖ in der politischen Berichterstattung im Oktober in der ZiB 1 16 Prozent der Zeit ein, während die ÖVP auf 45,2 Prozent kommt. In der ZiB 2 kam die SPÖ auf 17 Prozent und die ÖVP auf 47,6 Prozent. Die BZÖ-Minister und Staatssekretäre würden ständig abgefilmt, während die Oppositionsparteien im Fernsehen beinahe nicht mehr vorkommen. Darabos sieht einen öffentlichen Diskurs aus diesen Gründen mehr als gerechtfertigt. Denn durch diese Weisung ergebe sich automatisch ein enormes Übergewicht der Regierungsparteien. (Schluss) ns

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