Rekordarbeitslosigkeit in Oberösterreich: Die Regierung muss endlich handeln

Linz (OTS) - Die Arbeitslosigkeit ist im Oktober in Oberösterreich auf einen neuen Höchststand gestiegen. 24.027 Menschen suchen Arbeit. Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einem Zuwachs von 6,7 Prozent. AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer fordert daher rasche Maßnahmen:
"Steuerentlastungen und öffentliche Investitionen."

Besonders von Arbeitslosigkeit betroffen sind Personen ab 50 Jahren (+ 14,9 Prozent gegenüber Oktober 2004) sowie die Altersgruppe der 20 bis 24-Jährigen (+ 8,4 Prozent). Insgesamt sind derzeit in Oberösterreich 9.529 Jugendliche auf Arbeits- bzw. Lehrstellensuche.

Gerade in Oberösterreich herrscht dringender Handlungsbedarf:
Während bundesweit vor allem bei der Zahl der Arbeitslosen ohne Schul- oder Berufsabschluss Zuwächse verzeichnet werden, steigt in Oberösterreich die Arbeitslosigkeit auch bei Personen mit Lehrabschluss und Meisterprüfung stark an (+ 5,2 bzw. + 10,1 Prozent).

"Wenn sich die Betriebe bereits von ihren Facharbeiterinnen und Facharbeitern trennen, ist es höchste Zeit für ein Konjunkturpaket, das diesen Namen auch verdient", fordert AK-Präsident
Dr. Johann Kalliauer. "Denn die vor dem Sommer beschlossenen Maß-nahmen zur Investitionsförderung fruchten überhaupt nichts", stellt er den zuständigen Politiker/-innen aus Bund und Ländern ein schlechtes Zeugnis aus.

"Wenn wir die Konjunktur ankurbeln und damit Arbeitsplätze schaffen wollen, dann brauchen wir zum einen ein Investitionsprogramm der öffentlichen Hand. Zum anderen muss die Massenkaufkraft gestärkt werden. Das geht nur mit einer spürbaren steuerlichen Entlastung der Arbeitnehmereinkommen", so der AK-Präsident.

Die zahlreichen Qualifizierungsmaßnahmen für Arbeitslose seien durchaus positiv. "Dennoch brauchen wir vor allem eines, nämlich Arbeitsplätze", so Kalliauer, der hinzufügt: "Was nützen die besten Schulungen, wenn die Betroffenen danach noch immer arbeitslos sind?"

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