Stadlbauer zu Rauch-Kallat: Wer wird denn nun zum Jammern anfangen?

Kampagne ist Alibi-Aktion ohne politische Substanz

Wien (SK) - Erstaunt zeigte sich SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin Bettina Stadlbauer über die Frauenkampagne des Frauenministeriums. "Auch wenn es spannend ist, dass Rauch-Kallat offenbar beginnt sich vage daran zu erinnern, dass sie Frauenministerin ist, es drängt sich doch die Frage auf: Wer wird denn nun zum Jammern anfangen? Mehr noch, Rauch-Kallat ist selbst politisch verantwortlich für das, was sie nun bejammert." Stadlbauer erinnerte daran, dass von Seiten der ÖVP und hier vor allem Rauch-Kallats jahrelang suggeriert wurde, dass hier kein Handlungsbedarf besteht. "Wenn die SPÖ die Finger auf die Wunde legte und die Benachteiligungen der Frauen im familiären Bereich aufzeigte, hat es von Seiten der Regierungsparteien geheißen, wir würden bloß alles krankjammern", so Stadlbauer am Freitag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

Heftig verwehrte sich Stadlbauer gegen den Vergleich mit der "Halbe-Halbe-Kampagne" von SPÖ-Frauenministerin Helga Konrad. "Das ist eben der große Unterscheid zu der Alibi-Kampagne von Rauch-Kallat: Konrad hatte ihre 'Halbe-Halbe-Aktion' mit konkreten politischen Forderungen und Inhalten, nämlich der rechtlichen Festschreibung der partnerschaftlichen Arbeitsteilung und der damit verbundenen Konsequenzen im Eherecht, verbunden." Eben das sei bei der Kampagne der Frauenministerin nicht der Fall. "Was Frauen brauchen, sind rechtliche Maßnahmen, die ihre Situation verbessern. Das wäre die Aufgabe der Frauenministerin. Anstatt sich hier, in ihrem ureigensten Aufgabengebiet zu betätigen, werden substanzlose Kampagnen in die Welt gesetzt - Schade um die 300.000 Euro, die das kostet!", so Stadlbauer abschließend. (Schluss) up

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