Gorbach zu ÖBB: Nur flexibles Personalmanagement sichert Erfolg

Stillosigkeit statt Reformbereitschaft

Wien, 2005-11-04 (OTS) - "Ich bedaure den untergriffigen Ton und Stil, mit dem seitens Herrn Haberzettl die Diskussion über eines der größten österreichischen Unternehmen geführt wird. Das ist niveaulos und kontraproduktiv. Gerade er sollte doch wissen, wie wichtig weitere Reformschritte und ein flexibles Personalmanagement für den Erfolg der ÖBB sind. Daher würde ich der Gewerkschaft rund um Verzetnitsch und Haberzettl in aller Güte, aber mit Nachdruck vorschlagen, wieder zum normalen Gesprächston zurückzukehren und sich mit uns an einen Tisch zu setzen, um gemeinsam an der Modernisierung des Unternehmens, an tragbaren wirtschaftlichen Lösungen und der Sicherung von Arbeitsplätzen zu arbeiten, anstatt - wie bei den letzten Wortmeldungen - öffentlich die Unwahrheit zu sagen und Gesprächsverweigerung zu betreiben", stellte Verkehrsminister Hubert Gorbach heute fest.

Es wäre, so Gorbach, wünschenswert, gemeinsam mit einer lösungsorientierten Gewerkschaft und einem visionären ÖBB-Management den guten österreichischen Weg des Miteinander weiterzugehen, anstatt durch Streikandrohungen und verbale Ausrutscher das Klima zu vergiften. "Es wird von uns allen, die wir das Wohl des Unternehmens im Auge haben, erwartet, die Dinge beim Namen zu nennen und basierend auf einer realistischen Einschätzung der Situation rechtzeitig notwendige Reformvorhaben einzuleiten. Mein Ziel ist das jedenfalls. Die ÖBB müssen offensiv neue Geschäftsfelder erschließen, sie agieren schließlich unter keiner Käseglocke - das sollten auch diejenigen Gewerkschafter realisieren, die jetzt aus ihrem geschützten Bereich heraus lospoltern", meinte Gorbach.

Die personellen Reformen der nächsten Jahre würden sich jedenfalls an sozialen Gesichtspunkt orientieren, mittels Flexibilisierung und Umschulung wäre es möglich, den Arbeitnehmern neue und alternative Beschäftigungsmöglichkeiten zu eröffnen, so der Verkehrsminister. "Nur, eine allgemeine Verunsicherung wird dabei sicher nicht hilfreich sein. Die Gewerkschaft ist da absolut übers Ziel geschossen. Haberzettl und Co kennen ja die Personalentwicklung und wissen daher um den drängenden Handlungsbedarf. Wenn sie weiter die Augen vor diesen Problemen, die wir schon 2003 besprochen haben, verschließen und uns Vertragsbrüchigkeit vorwerfen, so ist das schlichtweg falsch und schon gar nicht im Sinne der Interessen der Arbeitnehmer. Die Regierung hat ihren Teil der Abmachung auf Punkt und Beistrich eingehalten. Wenn aber die Gewerkschaft in der Folge -entgegen der Abmachung - nicht taugliche, nicht gesetzmäßige oder nicht praktikable Vorschläge liefert, darf sie sich nicht beklagen, wenn der Reformbedarf bestehen bleibt und die Regierung - wie damals von allen Beteiligten beschlossen - weiter auf die Umsetzung notwendiger Schritte drängt und selbst aktiv wird. Und das machen wir jetzt", erklärte Gorbach abschließend.

(Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Carl Ferrari-Brunnenfeld
Pressesprecher
BM für Verkehr, Innovation und Technologie
Tel.: (++43-1) 53 115/2142
carl.ferrari-brunnenfeld@bmvit.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NVM0001