Strache: Gesundheitsversorgung in Wien immer brüchiger!

Wiener SPÖ ebnet den Weg zur "Zweiklassen-Medizin"!

Wien, 04-11-2005 (fpd) - Politische Schritte im Wiener Landtag kündigte heute der Landesobmann der Wiener FPÖ Heinz Christian Strache in Hinblick auf den jetzt bekanntgewordenen Umstand an, daß auf der Geburtsstation des Wiener AKH das Hörvermögen von Babys seit März nur noch in Ausnahmefällen untersucht wird. Das, so Strache, ist ein weiterer Schritt der Wiener SPÖ in Richtung Zweiklassen-Medizin.

Während früher im Durchschnitt zwischen Hörscreening und tatsächlicher Diagnose eines Gehörschadens ein halbes Jahr verstrichen sei, würden nach Prognosen von Experten nunmehr zwei bis drei Jahre vergehen, bis eine übersehene Gehörschädigung zu Tage trete. Denn auch der Mutter-Kind-Paß sehe nur eine oberflächliche HNO-Untersuchung beim Kinderarzt vor und keinen stichhaltigen Hörtest, zeigte Strache auf.

"Viele Mütter gehen nach der Geburt in dem Glauben nach Hause, daß ihr Kind völlig gesund sei", gab Strache zu bedenken. Schwerhörigkeit oder Taubheit sei eben nicht "offensichtlich". Oft bemerkten Eltern Hörprobleme ihres Kindes erst, nachdem viel wertvolle Zeit verstrichen sei. Gerade die ersten beiden Lebensjahre seien für die Sprachentwicklung aber besonders wichtig.

"Diese Ignoranz des Wiener Gesundheitssystems fügt den betroffenen Kleinkindern einen erheblichen Schaden zu. Diese haben im Vergleich zu Babys, bei denen man die Gehörschädigung frühzeitig festgestellt hat, später große Nachteile, vor allem in der Schule. Ihre Zukunftschance sind nicht selten nachhaltig beeinträchtigt", berichtete Strache von Gesprächen mit besorgten Experten.

Es bedürfe einer aufwendigen Betreuung und Behandlung, um den verlorenen Boden wettzumachen. Bei manchen käme überhaupt jede Hilfe zu spät. Hier könnten die Folgen der Versäumnisse nicht mehr beseitigt werden. "Die Abschaffung der Hörscreenings im Wiener AKH ist ein weiterer Schritt in die Zwei-Klassen-Medizin und ein Schlag ins Gesicht aller Eltern und ihrer Kinder", kritisierte der FPÖ-Chef die Wiener Gesundheitsbehörden. "Es ist statistisch nachgewiesen, daß das Gesundheitsbewußtsein mit dem Einkommen steigt. Wenn überhaupt, werden Hördefekte daher künftig bei Kindern aus Familien von Besserverdienern eher diagnostiziert werden als bei anderen. Einfach deshalb, weil man in diesen Bevölkerungskreisen bei Verdacht auf Schwerhörigkeit früher mit der Beiziehung eines Facharztes reagiert und auch die Schwellenängste geringer sind ."

Fazit des neuen SP-Anschlags auf das Gesundheitswesen in Wien sei somit, daß Kinder aus weniger wohlhabenden Schichten auch hier zu Gesundheitsverlierern gemacht werden", ging Strache scharf mit der Gesundheitspolitik der Wiener Sozialdemokraten ins Gericht, die er wörtlich als "zunehmend inhuman, doppelzüngig und zynisch" bezeichnete. (Schluß) jen

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