WGKK: Kein relevanter Zusammenhang zwischen "Einwanderungspolitik" und Kassengebarung

Wien (OTS) - Der heute von einem Wiener FPÖ-Politiker
aufgestellten Behauptung, wonach die Ursache für die angespannte Finanzsituation der Wiener Gebietskrankenkasse (WGKK) in der "Einwanderungspolitik" zu sehen ist, fehlt jede sachliche Grundlage.

Die Zahl der Beitragszahler und Leistungsberechtigten der WGKK ist in den letzten Jahren deutlich unter dem bundesweiten Durchschnitt gewachsen. Ein im Zusammenhang mit Migrationsbewegungen mancherorts behaupteter rasanter Zuwachs der Aufwendungen für beitragsfrei Mitversicherte Personen ("Angehörige") ist nicht erkennbar: Der Aufwand für diese Bevölkerungsgruppe steigt nicht anders aus der Aufwand für Versicherte und korreliert zeitlich nicht mit den Zuwanderungsströmen.

Der heute von einem FPÖ-Landesparteisekretär behauptete Zusammenhang zwischen der Zahl von Spitalspatienten mit Migrationshintergrund und der Gebarungssituation der WGKK kann gar nicht bestehen, da die Pauschalzahlungen der Gebietskrankenkassen für die Krankenanstaltenfinanzierung völlig unabhängig von der Zahl der in den Spitälern behandelten Patienten - oder gar deren Nationalität, Geburtsland oder Muttersprache - sind. Der Aussage lag somit nicht die notwendige Sachkenntnis zugrunde.

Die WGKK verwehrt sich auf das Schärfste dagegen, dass schlecht informierte Parteifunktionäre ohne geeignete Sachkenntnis die soziale Krankenversicherung dazu missbrauchen, sich ihr ausländeraverses Mütchen zu kühlen.

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