Rotes Kreuz: Hilfe in Pakistan wird noch Monate weitergehen

Niederösterreichische Trinkwasserexpertin verstärkt das Rotkreuz-Team in Kaschmir

Wien, Genf, Islamabad (Rotes Kreuz) - "Zehntausende Trinkwasserkanister, Kerosinöfen und Küchensets, aber auch Hygienepakete, dringend benötigte Medikamente und Verbandstoffe werden gerade von Rotkreuz-Mitarbeitern in Kaschmir verteilt. Genauso dringend benötigt wird sauberes Trinkwasser aus unserer Anlage", erklärt Werner Meisinger, Vorarlberger Teamleiter einer Rotkreuz-Trinkwassereinheit in Balakot. "Wir rechnen damit, dass die Österreichische Hilfe hier in Balakot noch über Monate gebraucht wird. Die Trinkwassereinheit wird zumindest vier Monate hier bleiben", so der Rotkreuz-Experte weiter.

Mehr als 200 Hilfstransporte zählte man bis Freitag beim Roten Kreuz in Genf mit rund 9.000 Zelten, 50.000 Decken und 3.500 Planen, die vom Rotkreuz-Netzwerk bereits in Balakot, Garibhabibulla und Batagram an Überlebende der Erbebenkatastrophe verteilt wurden. Rund 400 freiwillige Helfer des Pakistanischen Roten Halbmondes unterstützen die Hilfslogistik und den Suchdienst und sie verteilen Hilfsgüter. Mehr als 110 internationale Rotkreuz-Helfer aus 25 verschiedenen Staaten sind im Moment vor Ort, davon fünf Österreicher.

Eine weitere Österreichische Helferin folgt am Mittwoch: Die Niederösterreichische Krankenschwester und Rotkreuz-Trinkwasser-Expertin Johanna Kozlik aus Stockerau wird ein Team des Deutschen Roten Kreuzes unterstützen und fliegt am Mittwoch Abend nach Pakistan. Ihre Einsatzerfahrung - sie war nach der Tsunamikatastrophe ein Monat in Indonesien und bereits nach dem Erdbeben im Iranischen Bam - hilft ihr bei der Tätigkeit als "Hygiene Promotion Delegate".

"Eine der größten Herausforderungen - zusätzlich zu dem Leid, den Gerüchen und den eigenen Gefühlen wird, zumindest für mich, die Kälte sein, die auch uns Helfer erwartet. In extremen Temperaturen kommt man viel schneller an seine eigenen Grenzen, an die physischen und an die psychischen", beschreibt die erfahrene Helferin Kozlik ihre Erwartungen. Ihre Aufgabe ist es, zu vermitteln wie wichtig sauberes Trinkwasser und Basishygiene sind, um weitere Seuchen zu vermeiden. Sie wird voraussichtlich bis Ende Dezember im Einsatz sein. (SCHLUSS)
MP3-Dateien des Interviews mit Werner Meisinger und Fotomaterial online auf http://www.roteskreuz.at

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