Das Serviceentgelt 2006 für die e-card wird erstmals statt der Krankenscheingebühr eingehoben

Jahresentgelt von 10 Euro gilt unabhängig von der Anzahl der Arztbesuche - durch die Umstellung erspart sich die Versichertengemeinschaft 11 Millionen Euro

Wien (OTS) - Zum Stichtag 15. November 2005 wird von den Arbeitgebern in Österreich erstmals das Serviceentgelt für die e-card für das Jahr 2006 eingehoben. Pro Arbeitnehmer und pro mitversichertem Ehepartner und Lebensgefährten werden dabei 10 Euro vom Gehalt abgezogen und an den jeweiligen Krankenversicherungsträger abgeführt. Das Serviceentgelt ersetzt die bisherige Krankenscheingebühr, die für viele Bevölkerungsgruppen deutlich höhere finanzielle Belastungen bedeutet hatte. Grund: Das Serviceentgelt ist von der Zahl der Arztbesuche unabhängig und bringt damit speziell für schwer oder chronisch Erkrankte eine spürbare Erleichterung. Zum Vergleich: Bei vier Krankenscheinen im Jahr (je ein Krankenschein pro Quartal) war bisher eine Gebühr in Höhe von insgesamt 14,52 Euro zu bezahlen, das Serviceentgelt beträgt 10 Euro pro Jahr.
Personen mit mehr als einem sozialversicherungspflichtigem Dienstverhältnis zahlen zunächst das Serviceentgelt für jeden Versicherungsanspruch, erhalten jedoch die zuviel entrichteten Entgelte gegen Vorlage der Zahlungsbelege (Lohn- bzw. Gehaltsverrechnungsbelege) vom zuständigen Krankenversicherungsträger über einen formlosen Antrag refundiert.

Wer leistet das Serviceentgelt?

Das Serviceentgelt wird über die Dienstgeber grundsätzlich von allen unselbständig Beschäftigten eingehoben, die bisher Krankenversicherungsschutz nach dem ASVG genossen und dafür Krankenscheingebühr bezahlt haben. Dazu zählen Dienstnehmer, Lehrlinge, Personen in Ausbildung, freie Dienstnehmer sowie mitversicherte Ehegatten oder Lebensgefährten. Kein Serviceentgelt zahlen mitversicherte Kinder und Pensionisten.
Für zum Stichtag Selbstversicherte in der Krankenversicherung, Bezieher von Kinderbetreuungsgeld oder Bezieher von Kranken- oder Wochengeld erfolgt die Vorschreibung des Serviceentgelts durch den zuständigen Krankenversicherungsträger.
Die Einnahmen des e-card-Serviceentgelts - 2006 rund 35 Millionen Euro - werden so wie die Einnahmen aus der Krankenscheingebühr zur Gänze für Leistungen im Bereich der Krankenversicherung verwendet.

Arbeitgeber: Weniger Aufwand als bisher

Für die Arbeitgeber bedeutet die Umstellung von der Krankenscheingebühr auf das Serviceentgelt künftig eine deutliche Entlastung. Mag heuer noch die Umstellung aufgrund der Neuheit dort oder da zu Mehraufwand führen, fällt dieser in den Folgejahren weg -ebenso wie der mühsame bürokratische Aufwand im Zusammenhang mit der Einhebung der Krankenscheingebühr. Im Gegensatz zur bisherigen Einhebung pro Krankenscheinausstellung fällt das Serviceentgelt nur mehr einmal pro Jahr an.

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