ÖAMTC: Wer ohne Licht am Tag fährt, wird ab 15. April 2006 mit 15 Euro bestraft

Alle aktualisierten Infos gibt es unter http://www.oeamtc.at/lichtamtag

Wien (OTS) - Ab 15. November 2005 müssen auch mehrspurige Kraftfahrzeuge ganzjährig mit Licht fahren. Das gilt für Freilandstraßen genauso wie für das Ortsgebiet. Zunächst wird die Exekutive Verstöße aber noch nicht bestrafen, sondern nur abmahnen. Jetzt steht aber das Datum fest, an dem die ersten Organmandate in der Höhe von 15 Euro ausgestellt werden: "Am 15. April 2006, also genau fünf Monate nach Inkrafttreten der Verpflichtung, wird erstmals gestraft", weiß ÖAMTC-Jurist Martin Hoffer. Unter http://www.oeamtc.at/lichtamtag/ informiert der ÖAMTC laufend über rechtliche und technische Entwicklungen zum Thema.

Das Wichtigste zu "Licht am Tag" in Kürze:

Lichtquellen, die bei Tag und guter Sicht im Ortsgebiet und im Freiland erlaubt sind:
* Serienmäßiges Abblendlicht - damit ist die komplette Fahrzeugbeleuchtung gemeinsam mit Begrenzungslicht, Kennzeichenleuchten und Schlussleuchten gemeint.
* Spezielle Tagfahrleuchten, die sich beim Betätigen der Zündung ein-bzw. ausschalten; außer Begrenzungslicht dürfen andere Leuchten nicht gleichzeitig brennen. Eine Blendwirkung ist durch Tagfahrleuchten praktisch ausgeschlossen, der Kraftstoffverbrauch ist deutlich geringer als bei Verwendung von Abblendlicht.
* Abblendscheinwerfer alleine in voller Leistung, ohne dass gleichzeitig Schlussleuchten und weitere Leuchten brennen. Derartige Schaltungen, die meist mit der Zündung geschaltet werden, bieten manche Fahrzeughersteller als "serienmäßiges Tagfahrlicht" an.
* Abblendscheinwerfer alleine, aber mit elektronisch reduzierter Leistung. Die Leuchtstärke muss so stark sein, dass die gesetzlich festgelegten Werte erreicht werden.

Lichtquellen, die bei Tag und guter Sicht im Ortsgebiet und im Freiland verboten sind:
* Unbeleuchtet fahren (war bisher für mehrspurige Kfz erlaubt).
* Nur das Begrenzungslicht einschalten (war bisher erlaubt).
* Nebelscheinwerfer alleine (Nebelscheinwerfer mit Abblendlicht sind zwar erlaubt, aber nicht zu empfehlen)
* Fernlicht, wenn jemand geblendet werden kann (wie bisher verboten).

* Abblendlicht, das zu stark gedimmt wurde (weil die vorgeschriebenen Mindestwerte für die Leuchtstärke nicht erreicht werden).

Unverändert bleiben die Bestimmungen bei Dunkelheit, schlechter Sicht bzw. beim Fahren im Tunnel. "Wichtig zu wissen ist aber, dass Tagfahrleuchten nicht ausreichen und daher verboten sind", informiert Hoffer.

Club fordert europaweit Tagfahrlicht bei Neuwagen

Grundsätzlich sieht der ÖAMTC in der Verwendung von Abblendlicht am Tag nur eine Übergangslösung. "Richtig zufrieden sind wir erst, wenn europaweit ab 2007 alle Neuwagen mit speziellem Tagfahrlicht ausgestattet werden", sagt Hoffer. Der ÖAMTC hat bereits die Forderung nach europaweiter Ausstattung aller Neufahrzeuge mit Tagfahrlicht im Rahmen seines internationalen Dachverbandes FIA erhoben.

Alle Informationen, für welches Auto es welche technische Lösung gibt, hält der Club unter http://www.oeamtc.at/lichtamtag/ bereit. In einem pdf-Download haben die ÖAMTC-Techniker das Angebot sämtlicher Autohersteller recherchiert.

Wer keinen Internetzugang hat, wird am Stützpunkt beraten - und kann das eigene Licht gleich kostenlos überprüfen lassen: Damit es in der Gewöhnungsphase und bis zur flächendeckenden Ausstattung mit Tagfahrlicht keine Nachteile für Verkehrsteilnehmer gibt, bietet der Club bis Jahresende an allen Stützpunkten seine Gratis-Licht-Überprüfung für alle Autofahrer (auch Nicht-Mitglieder) an.

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Rückfragen & Kontakt:

ÖAMTC-Öffentlichkeitsarbeit
Elvira Kuttner
Tel.: +43 (0) 1 711 99-1218
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http://www.oeamtc.at

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