Glawischnig: Aktiver Klimaschutz schafft Arbeitsplätze

Grüne begrüßen Forderungen nach langfristigen Klimaschutzzielen für Österreich

Wien (OTS) - "Österreich zählt mittlerweile im Klimaschutz zu den EU-Schlusslichtern. Nur Spanien ist noch weiter vom Kyoto-Ziel entfernt. Daher besteht dringender Handlungsbedarf, doch der Umweltminister lässt wenig Ambitionen erkennen, den nötigen Kurswechsel in der Klimaschutzpolitik einzuleiten" kritisiert Eva Glawischnig, Umweltsprecherin der Grünen.
Die Grünen begrüßen den Vorschlag der Umweltorganisationen, für Österreich über das bestehende Kyoto-Ziel hinaus mittel- und langfristig ambitionierte Klimaschutzziele zu verankern. Alle renommierten internationalen KlimaschutzexpertInnen gehen davon aus, dass nur eine radikale Reduktion der Treibhausgase um etwa 60 bis 80 Prozent bis zum Jahr 2050 den Klimawandel und seine katastrophalen Folgen stoppen kann.
"Deutliche Anzeichen wie die Zunahme von Hurrikans und Hochwasserkatastrophen sowie das massive Abschmelzen der Gletscher in den Alpen lassen keinen Zweifel mehr daran, dass der Klimawandel bereits eingesetzt hat. Der Zukauf von CO2-Zertifikaten aus dem Ausland kann nicht der Weisheit letzter Schluss sein, es braucht verstärkte Anstrengungen im Inland", so Glawischnig.
Der zentrale Schlüsselpunkt im Klimaschutz ist für die Grünen die Energiewende. Dem immer noch steigenden Energieverbrauch muss durch eine Effizienzrevolution und dem Ausschöpfen der hohen Einsparpotentiale begegnet werden. Laut EU-Kommission würde die europaweite Einsparung von 20 Prozent des Energieverbrauchs geringere ökonomische Kosten verursachen als die Erzeugung dieser Energie durch neue Kraftwerke. "Die zweite Säule der Energiewende muss ein konsequenter Ausbau erneuerbarer Energieträger sein. Das würde auch die Abhängigkeit von den immer teurer werdenden Ölimporten verringern und in den kommenden Jahren zehntausende Arbeitsplätze schaffen", so Glawischnig.
In diesem Zusammenhang kritisieren die Grünen die gesamte Novelle des Ökostromgesetzes, die noch heuer von den Regierungsparteien und der SPÖ durchs Parlament gepeitscht werden soll und eine massive Verschlechterung der Rahmenbedingungen für neue Ökostromanlagen bringen würde.
"Wenn Umweltminister Pröll jetzt nicht rasch handelt, hat er auch den Rest seiner Berechtigung als Umweltminister verspielt", so Glawischnig.

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