"Nachbar in Not" - Bisher 2,3 Millionen Euro für Erdbebenopfer

Hilfsmaßnahmen laufen auf Hochtouren - Zelte und Decken gegen die Kälte

Wien (OTS) - "Nur zweieinhalb Wochen nach der Katastrophe haben
die Österreicherinnen und Österreicher bereits 2,3 Millionen Euro für die 'Nachbar in Not'-Hilfe in Pakistan gespendet - danke!", sagt Stiftungsvorstand Mag. Michael Opriesnig vom Österreichischen Roten Kreuz. "Mit dem Geld aus Österreich finanzieren die Hilfsorganisationen derzeit dringend notwendige Hilfsmaßnahmen im Krisengebiet - vorrangig die Verteilung von Zelten und Decken gegen die Kälte -, damit die Menschen den bevorstehenden Wintereinbruch überleben."

Zwei Drittel des Geldes sind bereits für Hilfe ausgegeben

Mehr als zwei Drittel des Geldes, 1,6 Millionen Euro, sind bereits für die Soforthilfe ausgegeben worden bzw. konkreten Projekten zugeordnet. Mit rund 600.000 Euro finanziert das Rote Kreuz den Ankauf von Winterdecken für die Überlebenden in der Krisenregion. Rund 150.000 Decken sind bereits an Bedürftige verteilt worden. Für mehr als eine halbe Million Euro versorgt die Caritas in der Region Azad Kashmir - speziell in den Städten Muzaffarabad, Bagh und Rawalakot - 2.000 Familien mit winterfesten Zelten und stellt überdies 20 Großzelte, etwa für den Aufbau von medizinischen Versorgungszentren, zur Verfügung. Aus "Nachbar in Not"-Spenden in Höhe von 175.000 Euro finanziert das Hilfswerk Austria den Ankauf und die Verteilung von Decken, Zelten, Nahrungsmitteln, Haushaltsgegenständen und warmer Kleidung für die Erdbebenopfer in Pakistan. Die Volkshilfe leistet gleichfalls Nothilfe für die Menschen in der Region Uri/Baramular sowie Kashmir/Indien. Mit mehr als 160.000 Euro aus der Hilfsaktion werden auch hier Decken, warme Kleidung, Schuhe, Haushaltsgegenstände, Bleche für Baumaterial, Nahrungsmittel und Öfen angeschafft und verteilt. Die Diakonie leistet Nothilfe in Bagh und Rawalakot, wo sie mit der Verteilung von winterfesten Zelten im Wert von 150.000 Euro begonnen hat. "Viele Menschen sind traumatisiert und verzweifelt", berichtet der Nothilfekoordinator der Diakonie-Katastrophenhilfe, Robert Lehrenfeld, von den nach wie vor dramatischen Bedingungen der Menschen im Krisengebiet. Gemeinsam mit ihren Projektpartnern und Spenden aus Österreich hat die Diakonie-Katastrophenhilfe die Verteilung von Nothilfegütern in der pakistanischen Provinz North Western Frontier und in Kashmir verstärkt.

PSK-Vorstandsbeschluss: "Nachbar in Not"-Spenden sind spesenfrei

Durch einen Vorstandsbeschluss der PSK sind alle "Nachbar in Not"-Spendeneinzahlungen auf das Aktionskonto PSK 91 30 1000 ab heute, Donnerstag, dem 27. Oktober, bis einschließlich 30. November 2005 spesenbefreit. Das heißt, für die Einzahlung mit Erlagschein, die bei allen Postämtern und PSK-Filialen aufliegen, werden keine Gebühren eingehoben. Durch diese Maßnahme wird das Spenden ab sofort noch einfacher und effizienter.

Hilfe muss weitergehen

"Die 'Nachbar in Not'-Organisationen leisten professionelle Hilfe im Krisengebiet", sagt Jörg Ruminak, ORF-Humanitarian Broadcasting. "Doch die Menschen brauchen weiterhin unsere Unterstützung, denn aus eigener Kraft werden sie sich nicht über den bevorstehenden Winter retten können. Der ORF unterstützt die Hilfsaktion daher weiterhin mit Spendenaufrufen und Berichten."

Spendenmöglichkeiten:
PSK 91 30 1000 (PSK 60 000) - Erlagscheine in allen Postämtern
oder online
http://nachbarinnot.ORF.at
Infos: Teletext-Seite 681

Rückfragen & Kontakt:

ORF - Humanitarian Broadcasting
Christine Kaiser
Tel.: +43 (0)1/87878 - DW 12422
http://nachbarinnot.ORF.at
http://kundendienst.ORF.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | GOK0001