LH Sausgruber ehrt verdienstvolle Persönlichkeiten

Insgesamt zwölf Personen erhalten Landesauszeichnungen

Bregenz (VLK) - Auch am diesjährigen Nationalfeiertag morgen, Mittwoch, überreicht Landeshauptmann Herbert Sausgruber Landesauszeichnung im Rahmen eines Festaktes im Landhaus in Bregenz:
"Der Nationalfeiertag bietet die Gelegenheit, verdiente Bürgerinnen und Bürger zu würdigen und jenen Menschen zu danken, die sich in der Gegenwart weit über das normale Maß hinaus für die Allgemeinheit engagieren". Insgesamt zwölf Personen erhalten Landesauszeichnungen

Gerade der Nationalfeiertag im Jubiläumsjahr 2005, so Sausgruber, bietet eine gute Gelegenheit, dankbar auf die Entwicklungen und die Leistungen unserer Vorfahren zurückzuschauen, die unter wirklich schwierigen äußeren Bedingungen lebten, und dennoch jenen Aufbruchswillen und Optimismus hatten, der für den Wiederaufbau notwendig war. Insgesamt zwölf Personen erhalten Landesauszeichnungen:

Silbernes Ehrenzeichen des Landes

Rektor Universitätsprofessor Helmut Kramer ist in Bregenz geboren worden. Nach der Matura studierte er an der Universität Wien Rechtswissenschaften und promovierte 1963. Im gleichen Jahr trat er als wissenschaftlicher Mitarbeiter in das Österreichische Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO) ein, deren Leitung er 1981 übernahm. Seit diesem Zeitpunkt gehörten zu seinen Arbeitsschwerpunkten Fragen zur Europäischen Integration und zu Budget- und Steuerpolitik, Reformfragen des öffentlichen Sektors sowie zur Industrie- und Regionalpolitik.

"Als besonders bedeutsam im Sinne des Föderalismus ist die Publikation Kramers zu ökonomischen Aspekten der Bundesstaatsreform (2004), die auch im Österreich-Konvent durchaus Aufsehen erregt haben", betont Landeshauptmann Sausgruber, "Das Ergebnis dieser Studie bestätigt die von Vorarlberg und dem Föderalismusinstitut immer wieder vertretene These, dass die Bundesgesetzgebung lediglich einen Rahmen der Homogenität im Bundesstaat gewährleisten soll und den Ländern größere Ausführungsspielräume überlassen soll". Dem Land Vorarlberg ist Professor Kramer immer sehr verbunden geblieben, sein anerkanntes bundesweites Wirken und seine internationale Reputation haben auch dem Land Vorarlberg Ansehen gebracht.

Großes Verdienstzeichen des Landes

- Maria Müller aus Bürs zeichnet seit vielen Jahren ein großes Engagement für die kulturellen Belange im Bezirk Bludenz aus. Neben Puppenausstellungen war sie zu Beginn der 90er-Jahre maßgeblich in der Aufbauarbeit des Klostertalmuseums beteiligt. Nach einem Ortswechsel ist Maria Müller mit ihrem Projekt KulturLEBEN heute in den Gemeinden Nüziders und Bludenz beheimatet. LH Sausgruber: "Mehr als 200 Künstlerinnen und Künstler sind in den letzten 10 Jahren bei rund 150 Veranstaltungen aufgetreten, die alle auf ihre Gagen zugunsten der Caritasprojekte für HIV-positive Kinder in Rumänien und Aidswaisen in Äthiopien verzichtet haben. Die Namensliste liest sich dabei wie das Who-is-Who der Österreichischen Kulturszene."

- Universitätsprofessor Primarius i.R. Gerhard Zimmermann aus Dornbirn studierte Medizin und wurde 1972 "Facharzt für Chirurgie". Zimmermann hat sich in der Krebshilfe Vorarlberg sehr engagiert: Ab 1992 übernahm er die Präsidentschaft und leistete wertvolle und wichtige Arbeit für diesen Verein. Gleichzeitig ist Gerhard Zimmermann auch Mitglied im Vorstand der Österreichischen Krebshilfe geworden. Den ehrenamtlich tätigen Vorstand der Österreichischen Krebshilfe Vorarlberg stellte Dr. Zimmermann aus Ärzten verschiedener Krankenhäuser, Fachabteilungen, aus dem niedergelassenen Bereich sowie aus Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Hauskrankenpflege zusammen, womit er ein kompetentes Team formen konnte. Sausgruber:
"Der Verein Österreichische Krebshilfe Vorarlberg zählt heute mehr als 900 Mitglieder".

Verdienstzeichen des Landes

- Heinz Allgäuer (Hard) ist seit dem Jahr 1950 Mitglied des Ausschusses der Immobilien- und Vermögenstreuhänder. Seit dem Jahr 1995 ist er Fachgruppenobmann-Stellvertreter und Vorsitzender der gewerblichen Bauträger. Darüber hinaus ist er seit dem Jahre 1990 Prüfungskommissär der Immobilienmakler-, Immobilienverwalter- bzw. Kommissär für die Befähigungsnachweisprüfung für Bauträger. Die jährlichen Verhandlungen mit der Wohnbauförderung des Landes haben mit dazu beigetragen, dass die Vorarlberger Wohnbaurichtlinien nicht nur in Österreich, sondern im vergleichbaren europäischen Raum als mustergültig bewertet werden.

- Ulrich Ender (Nüziders) war von 1975 bis 2005 Mitglied des Landesinnungsausschusses der Innung Bau. Im Rahmen seiner drei Jahrzehnte währenden Tätigkeit trat er aktiv für die Interessen seiner Berufskollegen, im Speziellen der planenden Baumeister, ein. Er setzte sich unter anderem für die steuerliche Gleichbehandlung der planenden Baumeister mit den Architekten ein.

- Ewald Fetz (Alberschwende) war unter anderem Obmann der Vorarlberger Jungmalervereinigung, Ausschussmitglied der Malerinnung, Beisitzer und Vorsitzender der Meisterprüfungskommission, Landes-Lehrlingswart und von 1992 bis 2002 Innungsmeister der Vorarlberger Malerinnung. Seit 1992 ist er Ausschussmitglied der Bundesinnung sowie österreichischer Bundes-Lehrlingswart. Größte Priorität im Dienste des Handwerks nahm die Aus- und Weiterbildung des Berufsnachwuchses auf nationaler und internationaler Ebene ein. Zusammen mit den von ihm trainierten Kandidaten erreichte er als österreichischer Experte und österreichisches Jurymitglied bei den letzten sieben Bewerben des Internationalen Berufswettbewerbes fünf Goldmedaillen für Österreich.

- Oberstleutnant Erwin Fitz (Bregenz) ist Obmann der "Gesellschaft Militärmuseum Vorarlberg". Er hat sich vor allem um das Militärmuseum in Bregenz und um die Aufarbeitung der Militärgeschichte in Vorarlberg Verdienste erworben. Es gelingt ihm Jahr für Jahr, stattliche Besucherzahlen - jährlich zwischen 20.000 und 25.000 Personen - für die militärhistorische Sammlung in Bregenz zu erreichen. Erwin Fitz kann als einer der wichtigsten Militärhistoriker Vorarlbergs bezeichnet werden. So sind auf seine Autorenschaft rund 50 einschlägige Artikel in der Landesbibliothek zu finden. Seit dem Jahr 2000 ist er auch Geschäftsführer des Schwarzen Kreuzes.

- Siegfried Fulterer (Hohenems) war 30 Jahre lang Obmann des Vorarlberger Försterbundes, 25 Jahre Mitglied der Facharbeiterprüfungs-kommission für Forstarbeiter, weiters viele Jahre lang Vertreter der Landwirtschaftskammer im Landes- sowie im Bundesholzwirtschaftsrat, ab 1987 Kammerrat der Landwirtschaftskammer Vorarlberg und zuletzt, von 2001 bis 2005, Vizepräsident der Vorarlberger Landwirtschaftskammer. Fulterer war auch am Aufbau der Forstabteilung der Landwirtschaftskammer beteiligt und hat die Erweiterung des Angebotes in Richtung Forst- und Holzservice mitinitiiert und unterstützt.

  • Robert Spiegel, praktischer Arzt in Dornbirn, hat sich speziell beim Aufbau und bei der Weiterentwicklung der Flugrettung Vorarlberg große Verdienste erworben. Schon ab 1983 ist er als Flugrettungsarzt tätig gewesen, hat mehr als 800 Flugrettungseinsätze geflogen und war 1986 einer der Gründerväter der offiziellen Flugrettung in Vorarlberg
  • damals Martin 8 - in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Inneres. Die Aufgaben und Entscheidungen in der Flugrettung waren nicht immer einfach, weil private Flugunternehmen aus kommerziellen Gründen an der Übernahme von Einsätzen interessiert waren oder zumindest als Mitbewerber der Flugrettung aufgetreten sind. LH Sausgruber: "Robert Spiegel ist es zu verdanken, dass es letztendlich zu einer langfristigen, tragfähigen und für alle Beteiligten zufrieden stellenden Lösung gekommen ist".

- Mit Detlef Willand wird ein Künstler und Heimatforscher aus dem Kleinwalsertal geehrt. Zuerst als Bildhauer künstlerisch tätig, begann er 1962 mit Zeichnungen und Druckgrafiken. Willand hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten große Verdienste um die geschichtliche Landeskunde Vorarlbergs erworben. So stammen wichtige Beiträge zur Geschichte der Walser und der walserischen Einwanderung in Vorarlberg von ihm.

Rettungsmedaille

Die beiden Polizisten Martin Burtscher aus Außerbraz und Klaus Perchtold aus Nüziders werden mit der Rettungsmedaille ausgezeichnet. Sie haben im Februar 2005 einen Mann, der in selbstmörderischer Absicht vom "Stelleschrofen", einer 80 Meter senkrecht abfallenden Felswand in Bürs, stürzen wolle, das Leben gerettet. Die Beamten waren dabei nur mit dem losen Bergeseil gesichert direkt an der Felskante. Da sich der Mann massiv wehrte und versuchte, mit einem Messer die Bergeseile zu durchschneiden bzw. die Beamten zu attackieren, bestand für die beiden Männer Lebensgefahr. Erschwerend kam hinzu, dass die Bergung bei vollkommener Dunkelheit durchgeführt wurde.

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