WKO: Kroatischer Vizepremier dankt Österreich für Unterstützung

Leitl: österreichische Unternehmen können dazu beitragen, dass die EU-Beitrittsverhandlungen rasch abgewickelt werden

Wien (PWK807) - "Wir sind glücklich, dass die EU-Beitrittsverhandlungen endlich begonnen haben und wollen uns in diesem Zusammenhang auch bei Österreich bedanken, das immer zu uns gestanden ist und den Beginn der Verhandlungen maßgeblich beschleunigt hat. Österreich hat uns als erstes Land anerkannt und uns vor allem auch beim Wiederaufbau nach dem Krieg unterstützt", sagte heute der kroatische Vizepremier und Minister für wirtschaftliche Angelegenheiten, Damir Polancec, anlässlich des "6. Kroatien-Tages" in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), der von über 200 Unternehmen besucht wurde.

WKÖ-Präsident Christoph Leitl betonte die guten bilateralen Beziehungen zwischen Österreich und Kroatien, sowohl politisch als auch wirtschaftlich. Leitl: "Österreichische Unternehmen haben sich in Kroatien gut positioniert und mit einem weiteren Engagement in der kroatischen Wirtschaft können auch wir dazu beitragen, dass die EU-Beitrittsverhandlungen rasch abgewickelt werden." Vizepremier Polancec erwartet den Abschluss der Verhandlungen für 2008 und den Vollbeitritt zu Union spätestens 2009.

WKÖ-Vizepräsident Richard Schenz ging auf die Details des bilateralen Handels zwischen Österreich und Kroatien ein: "Mit einem Anteil von 26% an den Auslandsinvestitionen ist Österreich die klare Nummer Eins unter den Auslandsinvestoren und allgemein der drittwichtigste Handelspartner Kroatiens." Die österreichischen Ausfuhren legten im vergangenen Jahr um 18% auf ein Exportvolumen von über einer Milliarde Euro zu. Bei den Importen lag das Plus sogar bei 45%. Die Außenwirtschaft Österreich (AWO) der WKÖ unterstützt mit ihrem vielfältigen Programm - alleine heuer finden und fanden 30 Veranstaltungen zu Kroatien statt - die Bemühungen österreichischer Unternehmen in Kroatien Fuß zu fassen oder ihre Position zu festigen bzw. auszubauen. Aus diesem Grund und zur Besseren Bearbeitung des Marktes eröffnete die Außenhandelsstelle Zagreb heuer ein eigenes Marketingbüro in Split.

"Österreichische Unternehmer glauben auch weiterhin an den wirtschaftlichen Erfolgskurs Kroatiens", präsentierte Peter Hasslacher, österreichischer Handelsdelegierter in Zagreb, die Ergebnisse einer aktuellen AWO-Umfrage unter den 400 Austro-Unternehmen mit Niederlassungen vor Ort. Im kommenden Jahr erwarten zwei Drittel von ihnen sogar eine noch bessere Entwicklung. 47% meinen, dass Kroatien in spätestens zwei bis fünf Jahren EU-reif sein werde, 20% sehen die EU-Reife schon in zwei Jahren und 10% würden Kroatien schon jetzt gerne in der EU sehen. Den größten Reformbedarf orten die Austrounternehmer in der Bürokratie des Landes, in der Gesetzgebung und bei den Grundbüchern, besondere Vorteile hingegen in der Nähe des Marktes und der guten Ausbildung der Arbeitskräfte. Hasslacher sieht für Austrounternehmen künftig vor allem Geschäftmöglichkeiten in den Bereichen Infrastruktur, Umweltschutz, Nahrungsmittel und Tourismus.

Partner des "Kroatien-Tages" sind die Wirtschaftskammer Kroatien, die Botschaft der Republik Kroatien und der Flughafen Wien. (BS)

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