VIER PFOTEN begrüßt befristetes Importverbot für Wildvögel

Rauch-Kallat muss Umsetzung sicherstellen und Hilfsmaßnahmen setzen

Wien/Brüssel (OTS) - Ein in England an Vogelgrippe gestorbener Papagei belegt die immense Gefahr, die vom Wildvogel-Import ausgeht. VIER PFOTEN begrüßt den Vorschlag der EU-Kommission, ein befristetes Importverbot für Wildvögel für die Dauer eines Monats umzusetzen. Aus Sicht der VIER PFOTEN ist auf nationaler Ebene Bundesministerin Rauch-Kallat gefordert transparent zu machen, ab wann sie eine tatsächliche Gefahr sieht und wie sie gedenkt Geflügelhaltern unter die Arme zu greifen.

EU Importverbot für Wildvögel ist erster Schritt

"Der aktuelle Fall in England belegt die reale Gefahr, die von Wildvogelimporten nach Europa ausgeht. Im Gegensatz zu der nach wie vor unbestätigten Infektionsgefahr durch Zugvögel gibt es bei importierten Wildvögeln eindeutige Beweise. Mit der heutigen Entscheidung der Kommission, sich für ein befristetes Importverbot von Wildvögeln stark zu machen, wird eine langjährige Forderung von Tier- und Artenschutzorganisationen erfüllt", freut sich Mag. Andreas Sax, Geschäftsführer von VIER PFOTEN.

"Die EU ist der größte Abnehmer von "Ziervögeln" und importiert jährlich ca. 1,70 Millionen Tiere aus freier Natur. Unzählige Tiere sterben elendiglich beim Fang und Transport, und stellen eine potentielle und völlig überflüssige Infektionsquelle für den Menschen dar", erläutert Sax.

"Tatsächlich ist es fünf nach zwölf. Die Kommission hat heute den ersten Schritt getan, logische Konsequenz kann im Sinne des Tier- und Artenschutzes, aber auch aus gesundheitlichen Überlegungen nur ein dauerhaftes Importverbot sein", fordert Sax mit Nachdruck.

Rauch-Kallat muss auch heimische Geflügelhalter unterstützen

"Bundesministerin Rauch-Kallat tut gut daran, die Bevölkerung via OTS zu beruhigen. Genauso wichtig ist es, konkrete Kontroll- und Hilfsmaßnahmen in Österreich zu installieren", fordert Sax.

Vor allem die privaten Geflügelhalter brauchen jetzt rasche und unbürokratische Hilfe. Das vorübergehende Wegsperren des Geflügels muss als notwendige Präventivmaßnahme akzeptiert werden. Es wäre allerdings pervers, wenn es für die Tierhalter finanzielle Hilfe nur im Falle der Tötung von Tieren gibt.

"VIER PFOTEN fordert von Bundesministerin Rauch-Kallat das Einrichten eines Notfalltopfes, um die finanziellen Belastungen, die mit der Errichtung geschlossener Unterkünfte für artgerecht gehaltenes Freiland-Geflügel verbunden sind, aufzukommen", so Sax abschließend.

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