VERBUND-Austrian Power Grid AG setzt auf Nachhaltigkeit im Trassenmanagement

Experten diskutieren beim internationalen Forschungsforum in Gmunden die Ergebnisse des Forschungsprojektes "Nachhaltiges Trassenmanagement".

Wien (OTS) - Mit rund 3.300km Trassen, auf denen ca. 6.500 km Leitungen geführt werden, trägt die VERBUND-Austrian Power Grid AG (APG) als größter österreichischer Netzbetreiber besondere Verantwortung für die heimische Versorgungssicherheit mit Strom. Gerade die "Blackouts" der jüngeren Vergangenheit haben wieder gezeigt, welche weitreichende Folgen länger anhaltende Unterbrechungen der Stromversorgung haben. Aus diesem Grund kommt einer konsequenten und vorausschauenden Trasseninstandhaltung eine Schlüsselrolle zu, und ist ein unverzichtbares Muß bei der Gewährleistung der Versorgungssicherheit.

Die Anforderungen, die an die Instandhaltung von Stromleitungstrassen gestellt werden, sind sehr weitreichend und umfassen sowohl ökologische und ökonomische als auch soziale Bereiche. Die Trasseninstandhaltung steht im Spannungsfeld zwischen sicherheitstechnischen Zwängen, betriebswirtschaftlichen Überlegungen und ökologischen Anforderungen. Die APG hat deshalb bereits im Jahr 1997 damit begonnen wichtige Grundlagen für eine nachhaltige Trassenpflege zu schaffen.

"Die APG stellt sich schon länger diesen Herausforderungen und räumt einer möglichst schonenden und naturnahen Pflege der Trassen hohe Priorität ein. Mit dem Forschungsprojekt und dem daraus entstandenen "Leitbild zum nachhaltigen Trassenmanagement" gehen wir diesen Weg konsequent weiter und legen unsere Maßstäbe in diesem wichtigen Bereich offen", sagt der Vorstandsdirektor der VERBUND-Austrian Power Grid AG, Dr. Heinz Kaupa.

Das Leitbild "Nachhaltiges Trassenmanagement" - Ausdruck der Firmenkultur

"Das vorliegende Leitbild macht die Unternehmensphilosophie der APG im Bereich des Trassenmanagements deutlich. Es ist ein Bekenntnis, daß wir uns in unserer täglichen Arbeit an den Prinzipien der Nachhaltigkeit orientieren. Das heißt z.B., daß wir versuchen Ziele des Natur- und Umweltschutzes in unseren Planungen zu integrieren und den Dialog mit allen Akteuren zu suchen. Über die Kooperation mit dem Österreichischen Maschinenringservice (MR-Service) werden zudem in der Trassenpflege ausschließlich Landwirte aus der jeweiligen Region eingesetzt. Damit leistet die APG auch einen wichtigen Beitrag zur lokalen und regionalen Wertschöpfung", führt Dr. Heinz Kaupa die Eckpunkte des Leitbildes weiter aus.

Das MR-Service - lokaler Partner österreichweit

Die APG leistet damit nicht nur einen Beitrag zum Einkommen der Landwirte, sie fördert auch gleichzeitig die Kommunikation mit den Grundbesitzern. Damit können Synergien mit den Grundeigentümern und Landnutzern besser etabliert und umgesetzt werden. Durch die gemeinsamen sicherheitstechnischen Unterweisungen wird auch das Verständnis für die Trassenpflegemaßnahmen gefördert und einheitliche Standards geschaffen. "Ein nicht zu unterschätzender Nutzen der Zusammenarbeit zwischen der APG und dem MR-Service besteht auch im Katastrophenfall. Sollten Sturmschäden, Schneedruck oder sonstige Ereignisse zu flächendeckenden Störungen im Leitungsnetz führen, so können wir an allen Orten Österreichs gleichzeitig sicherheitstechnisch unterwiesenes Fachpersonal zur Verfügung stellen. Mit dieser kurzfristigen und unbürokratischen Einsatzmöglichkeit tragen auch wir zur Versorgungssicherheit mit Strom in Österreich bei", zeigt sich Rudolf Mayr MBA, Geschäftsführer des MR-Service Oberösterreich, überzeugt von den Vorteilen der Kooperation.

Die Forstliche Ausbildungsstätte Orth - wichtiger Partner bei der Fortbildung

Um die Bereitschaft von Grundeigentümern für die ökologische Trassenpflege zu fördern, ist es wichtig, das mit der Instandhaltung befaßte Personal entsprechend zu schulen und weiterzubilden. Mit konsequenter Aufklärungs- und Motivationsarbeit soll den Grundeigentümern die ökologische Trassenpflege näher gebracht werden. "Zwischen der APG und der Forstlichen Ausbildungsstätte in Orth gibt es bereits eine langjährige Kooperation. Unser Anliegen und Kompetenz ist es, in den Schulungen allen mit der Trassenpflege betrauten Mitarbeitern und interessierten Grundeigentümern die Inhalte und Anforderungen an eine ökologische Trassenpflege praxisgerecht zu vermitteln", sagt Dr. Fritz Schreiner, Leiter der Forstlichen Ausbildungsstätte in Orth.

Die Publikation - Nachschlagewerk für alle Akteure

Um die Ergebnisse des Forschungsvorhabens einer möglichst breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen, wurde die Publikation "Nachhaltiges Trassenmanagement" erstellt. Sie gibt Einblick in die Rahmenbedingungen der Trasseninstandhaltung und beschäftigt sich mit den Anforderungen die sich einerseits aus der Gewährleistung der Versorgungssicherheit und andererseits aus dem bestmöglichen Schutz der Umwelt und Natur ergeben. Weiters werden in der Studie die unterschiedlichen Facetten des "Lebensraumes Trasse" beleuchtet und die Auswirkungen der Trassenpflege auf die Flora und Fauna thematisiert. In einem eigenen Kapitel wird ausführlich auf Möglichkeiten der ökologischen Trassenpflege eingegangen. "Die ökologische Gestaltung von Stromleitungstrassen bietet Entwicklungspotentiale, die bis dato erst ansatzweise ausgeschöpft worden sind. Die Nutzung dieser Möglichkeiten für den Arten- und Lebensraumschutz stellt eine lohnende Herausforderung und einen wesentlichen Beitrag für einen vorsorglichen Landschaftsschutz dar. Die Publikation "Nachhaltiges Trassenmanagement" ist deshalb als Nachschlagewerk konzipiert und richtet sich an alle Akteure, die mit dem Thema der Trasseninstandhaltung zu tun haben,", sagt der wissenschaftliche Projektleiter Univ. Prof. Dr. Friedrich Reimoser vom Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie der Veterinärmedizinischen Universität Wien.

Die Publikation ist bei der VERBUND-Austrian Power Grid AG erhältlich.

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Ing. Sven Aberle MSc (GIS)

Projektleiter "Nachhaltiges Trassenmanagement"
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