Prets: EU-Parlament fordert höhere Investitionen in Bildung

Aktionsprogramm im Bereich lebenslanges Lernen abgestimmt

Wien (SK) - "Allein rund 4.000 österreichische Studierende verbringen durch das EU-Hochschulprogramm ERASMUS jährlich ein Semester oder mehr an einer ausländischen Universität. Heute beschloss das Plenum des EU-Parlaments in Strassburg die Aufstockung des Aktionsprogramms im Bereich lebenslanges Lernen auf 14,377 Milliarden Euro im Zeitraum 2007-2013. Auch mit der Erhöhung der einzelnen Erasmusstipendien von 210 auf bis zu 300 Euro monatlich im Lauf der kommenden sieben Jahre soll der Erfolg der EU-Bildungsprogramme weitergeführt werden", so die SPÖ-Europaabgeordnete Christa Prets heute gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. "Der EU-Anteil am ERASMUS-Stipendium beträgt seit 1993 im Durchschnitt unverändert rund 150 Euro monatlich. Real bedeutet dies einen 25-prozentigen Wertverlust", erläutert Prets. Auch die österreichische Regierung sei daher aufgefordert, den nationalen Anteil ebenfalls begleitend zu erhöhen. Dies würde sozial Schwächeren das Studium im Ausland erleichtern. ****

"Weiters soll durch das COMENIUS-Programm, das sich an Schulen richtet, die individuelle Mobilität für Jugendliche bis zu 19 Jahren bzw. die Mobilität von Lehrpersonen insbesondere in benachbarten Grenzregionen forciert werden", so die EU-Abgeordnete weiter.

An die 75 Prozent der Menschen in der EU hätten einen sekundären Bildungsabschluss. Hier liege großes Potenzial für Berufsbildungsmobilität. Bedauerlicherweise verlaufe aber auf EU-Niveau der Austausch von Lehrlingen sehr schleppend, betont Prets. Aus Österreich hätten 2004 nur knapp 300 Lehrlinge über das Programm LEONARDO eine gewisse Zeit im Ausland verbracht. "Daher fordere ich, dass in diesem Zusammenhang kleine und mittlere Unternehmen durch Begleitmaßnahmen unterstützt werden müssen, um so die Mobilität von jungen Leuten in Berufsausbildung zu fördern. Diese Position wurde auch von der sozialdemokratischen Fraktion klar unterstützt", betont die Europaabgeordnete.

Um die grenzüberschreitende Mobilität in allen Bereichen zu fördern, sei auch die verantwortliche Nationalagentur in Österreich aufgefordert, gemeinsam mit dem Bildungsministerium auch die lokalen und regionalen Behörden aktiv in ihre Arbeit einzubinden und zu informieren, schloss Prets. (Schluss) ps/mm

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