ÖAMTC: Am 30. Oktober endet die Sommerzeit

Vorsicht Autofahrer! Neuer Tagesrhythmus will gelernt sein

Wien (OTS) - In der Nacht von Samstag auf Sonntag, den 30.
Oktober, werden die Uhren um 2.59 Uhr für die Dauer einer Stunde angehalten. "Die Winterzeitumstellung kommt der inneren Uhr durch den 'Gewinn' einer Stunde sehr entgegen. Die meisten Menschen benötigen wenige Tage, maximal eine Woche, zur Gewöhnung. Einschlafstörungen sind eine vorübergehende Auswirkung des geänderten Tagesrhythmus", weiß ÖAMTC-Verkehrspsychologin Marion Seidenberger. Von der Einnahme von Schlaf- bzw. Aufputschmitteln rät die Club-Expertin entschieden ab. Der Körper kann alleine damit fertig werden.

Doch Vorsicht! "Die Missachtung des eigenen Bio-Rhythmus und dem dazugehörenden Schlafbedürfnis kann sich leistungs- und konzentrationsvermindernd auswirken, was wiederum Einfluss auf die eigene Fahrsicherheit und Reaktionsschnelligkeit haben kann", warnt die ÖAMTC-Verkehrspsychologin.

Die nun noch früher einbrechende Dämmerung in den Nachmittagsstunden trifft vor allem den Vorabendverkehr. Die Kombination aus Müdigkeit nach einem anstrengenden Arbeitstag und die früher einsetzende Dunkelheit gilt als besonders unfallträchtig.

International geht man davon aus, dass mehr als 25 Prozent aller tödlichen Unfälle Übermüdung als Hauptursache haben.

Da gerade in den Tagen nach der Umstellung auf die Winterzeit Anpassungsschwierigkeiten an den neuen Tagesrhythmus auftreten, gibt ÖAMTC-Verkehrspsychologin Marion Seidenberger hilfreiche Tipps für eine sichere Autofahrt:

* Nur ausgeruht hinters Steuer: Vor der Fahrt gut ausschlafen, insbesondere bei längeren Routen. Erste Müdigkeitsanzeichen ernst nehmen. "Häufiges Gähnen, 'wandernde' Gedanken, sich nicht mehr an die letzten drei gefahrenen Kilometer erinnern können, sind nicht zu unterschätzende Warnsignale", sagt Seidenberger.

* Auf "Mammutfahrten" verzichten: Wenn vermeidbar, dann in den ersten Tagen nach der Zeitumstellung keine langen Autofahrten unternehmen. Vor allem lange monotone Fahrtstrecken (z.B. auf Autobahnen) können die Ermüdungserscheinungen beschleunigen. Sind lange Fahrten unvermeidbar, unbedingt alle zwei Stunden eine Pause einlegen, optimal wären kurze Schlafpausen von 30 Minuten.

* Auf Aufputschmittel verzichten: Kaffee und Energydrinks sind keine Langzeitmuntermacher und kein Schlafersatz.

* Keine Zeitpunkttermine ausmachen, die zusätzlich stressen: Wenn möglich ein Zeitintervall angeben, innerhalb dessen man eintreffen kann (z.B. "Ich werde zwischen 10 Uhr und 10.15 Uhr da sein.").

Schließlich warnt Seidenberger gerade in der kalten Jahreszeit vor zu großer Wärme im Auto, da diese das Gefühl von Müdigkeit noch zusätzlich verstärken kann.

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