Neues Volksblatt: "Blaue Grenze" (von Christian Buchar)

Ausgabe vom 25. Oktober 2005

Linz (OTS) - Dass das Überraschend erfolgreiche Abschneiden der FPÖ in Wien und das desaströse des BZÖ spurlos am orange-blauen Parlamentsklub vorbeigeht, war nicht zu erwarten: Erstens, weil das BZÖ innerlich von Beginn weg nicht von allen Abgeordneten wirklich mitgetragen wurde. Zweitens, weil die FPÖ derzeit erfolgreicher wirkt als Orange und damit für Abgeordnete für die Zukunft mehr Attraktivität ausstrahlt. Dass Strache alles tun wird, das jetzige Rumoren am Köcheln zu halten und Unruhe in die Koalition zu bringen, kann als fix gesehen werden.
Trotzdem bleiben vorgezogene Neuwahlen äußerst unwahrscheinlich. Jörg Haiders orange Seite braucht Zeit für ein Minimum an Profilierung, um überhaupt halbwegs zuversichtlich in einen neuen Wahlgang gehen zu können. Aus simplem Platzenlassen der Koalition kann sie eine solche Profilierung nicht erreichen. Auf der anderen Seite hält sich die Unterstützung für Strache im Klub nach wie vor in engeren Grenzen. Und bundesweite Akzeptanz lässt sich aus der jetzigen Wien-Euphorie auch nicht so nahtlos ableiten. Die Flops im Burgenland und in der Steiermark sind nach wie vor aktuell.

Rückfragen & Kontakt:

Neues Volksblatt
Chefredaktion
Tel. 0732/7606 DW 782
politik@volksblatt.at
http://www.volksblatt.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NVB0001