Festveranstaltung 60 Jahre GÖD NÖ - 2 (göd nö, 24.10.)

Schöls: Gewerkschaft Öffentlicher Dienst heute nicht mehr wegzudenken

St. Pölten (OTS) - "Die Gewerkschaft Öffentlicher Dienst ist ebenso wie die Gewerkschaft im all-gemeinen heute nicht mehr weg zu denken", sagte der seit 1989 amtierende Vorsitzende der GÖD NÖ, NR-Abgeordneter Alfred Schöls. "Wir bekennen uns zu diesem überparteilichen Gewerkschaftsbund", betonte Schöls und stellte im Zusammenhang mit dem BAWAG-Kredit an Refco, ohne dies wörtlich zu nen-nen, eine ÖGB-Krise in Abrede. "Wir lassen und den überparteilichen ÖGB nicht krank und madig machen" sagte Schöls an die Adresse des "populistischen Zurufers aus dem Süden." Allerdings erwarte er sich, "dass jene Funktionäre, die auch in der Bank verantwortlich sind, alles überprüfen und bei Ungereimt-heiten Konsequenzen ziehen."

Schöls nannte diese Festveranstaltung eine "Familienfeier", auch weil sie zu einer Ehrung der Jubilare mit langjährigen Mitgliedschaften verwendet wurde.
Selbstbewusst wies Schöls darauf hin, dass die GÖD NÖ mit "weit über 50.000 Mitgliedern" nicht nur die größte Landesorganisation der GÖD ist, sondern auch die größte Einzelgewerkschaft in Niederösterreich. "Wir haben uns seit
1945 zu einer politisch nicht unbedeutenden Organisation gemausert! " Und:
"Wir Ge-werkschafter sind keine aussterbende Gattung", spielte der Vorsitzende auf den ungebrochenen Mitgliederzuwachs an und nannte dafür beispielhaft den erst kürzlich beigetretenen früheren Rad-Bahnweltmeister Franz Stocher.

Dann gab Schöls einen Überblick über den Werdegang der GÖD und der GÖD NÖ:
Im Februar 1945 in Melk gegründet, seit 1948 in Niederösterreich und seit Mai 1990 mit dem Sitz in St. Pölten. Bei den ersten Gehaltsverhandlungen
1948 habe es schon geheißen, "dass für die Beamten kein Geld da ist -was bis heute ein Stehsatz geblieben ist!" 1967 dann der Beschluss des Bundespersonalvertretungsgesetzes durch die ÖVP-Alleinregierung Klaus - gegen die Stimmen der Opposition. 1993 schließlich das Gleichbehandlungsgesetz für den öffentlichen Dienst. "Nicht alles wurde uns am Silbertablett am roten Teppich serviert", zitierte Schöls seinen anwesenden Vorgänger Dr. Robert Lichal. Und nannte schließlich noch einen großen Erfolg der GÖD: 1983 waren der Beamtenkran-kenkasse 600 Millionen Schilling weggenommen worden, 1985 wurde dieser von der GÖD bekämpfte Gesetzesbeschluss vom Verfassungsgerichtshof aufgehoben. Schließlich beleuchtete Schöls auch die schwierigen Bedingungen, unter denen Gewerkschafter nach Kriegsende zu arbeiten hatten. Angesichts dessen "kann ich mich nur wundern, wenn heute manche wie ein wandelndes Thermo-meter herumgehen und sagen dass es 'so kalt’ ist," schoss der Vorsitzende eine Breitseite gegen unangebrachte Sozialkritik ab. (Fortsetzung)

Rückfragen & Kontakt:

(wochentags):
Harald Sterle 02742/35 16 16/0, goed.noe@goed.at
Agentur/Die PRofis 01/894 35 44/11, 0664/201 70 45

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | GNO0002