IV-GS Beyrer beim EU-Sozialgipfel in London: Wettbewerbsfähigkeit unabdingbar für hohe Sozial- und Umweltstandards

Grundkonsens bei europäischen Sozialpartnern notwendig - Nicht Zurückfallen in Abschottung und Protektionismus

Wien (OTS) - "Ein ausreichender Grad an Wettbewerbsfähigkeit, der Wachstum und Beschäftigung fördert, ist unabdingbare Voraussetzung für den Erhalt unserer hohen europäischen Standards im Sozial- und Umweltbereich", erklärte der Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), Mag. Markus Beyrer, heute, Montag, beim europäischen Sozialgipfel in London. In dieser Frage müsse nicht nur bei den EU-Institutionen sondern vor allem auch bei den europäischen Sozialpartnern ein Grundkonsens gefunden werden, betonte der IV-Generalsekretär in London. Beyrer nimmt im Beisein von Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel und EGB-Vizepräsident Fritz Verzetnitsch als Vertreter der österreichischen und europäischen Wirtschaft an diesem von Premierminister Tony Blair und Kommissionspräsident Barroso geleiteten Gipfeltreffen teil.

"Wir können nur einen Kuchen verteilen, der zuvor auch gebacken wurde. Alles andere würde bedeuten, dass wir das Fundament unseres Wirtschafts- und Sozialmodells unterminieren", so der IV-Generalsekretär. Der beste Schutz und die beste Verteidigung der sozialen Errungenschaften in Europa sei im Zeitalter der Globalisierung nicht der Rückfall in Abschottung und protektionistische Verhaltensmuster. Vielmehr sei "die Stärkung unserer Wettbewerbsfähigkeit durch Marktöffnung, durch mehr Wettbewerb, durch Innovation und Reform der Arbeitsmärkte" erforderlich. Das würden ganz deutlich jene Länder zeigen, die den Herausforderungen der Globalisierung am besten begegnen, allen voran die skandinavischen Länder. "Ich will aber durchaus auch Österreich in die Gruppe jener Länder zählen, die in den letzten Jahren diesen richtigen Weg gegangen sind", betonte Beyrer. Der IV-Generalsekretär betonte die wichtige Rolle der neuen EU-Mitgliedstaaten. Diese seien ein "Segen" für die Europäische Union und insbesondere ein "positiver Übungsplatz für die Globalisierung in Europa".

Neben der UNICE als europäischer Arbeitgebervertreter im Europäischen Sozialen Dialog nehmen auch die Industrieverbände der EU-Troikaländer an dem EU-Sozialgipfel teil, die Industriellenvereinigung vertritt daher als einziges österreichisches Mitglied der UNICE und als Vertreter im Europäischen Sozialen Dialog bei allen Europäischen Sozialgipfel in den Jahren 2005 und 2006 die österreichische Wirtschaft.

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