1. Usability Symposium in Wien

Ben Shneiderman (USA), Pionier der HCI-Forschung, hält Hauptvortrag

Wien (OTS) - Unter dem Motto: "Heute gemeinsam für bessere
Software von morgen" findet am Dienstag, 8.November 2005 im TechGate Wien von 8-19 Uhr das 1.Usability Symposium des Arbeitskreises HCI&UE (Leiter: Univ.-Doz.Dr.Andreas Holzinger) der Oesterreichischen Computer Gesellschaft (http://www.ocg.at), statt, das gemeinsam mit der TU Wien veranstaltet wird.

Das Ziel ist es, Software-MENSCHEN und Usability-MENSCHEN zusammenzubringen.

Den Hauptvortrag hält Prof.Dr. Ben SHNEIDERMAN von der University of Maryland (USA). Shneiderman entwickelte von 1968 bis 1972 an der University of New York die Nassi-Shneiderman-Diagramme zur strukturierten Programmierung und wandte sich bereits Ende der 1970er-Jahre der Software Psychologie zu (1980, Software Psychology:
Human Factors in Computer and Information Systems) und war einer der Pioniere der HCI-Forschung; 1983 wurde er mit der "Direct Manipulation" - etwas was für uns heute auf jedem Computerbildschirm selbstverständlich ist - berühmt. Shneiderman war einer der ersten, die die Bedeutung von Benutzeroberflächen für die Akzeptanz der End-Benutzer erkannt haben. 1983 mitbegründete er das Human-Computer Interaction Laboratory (HCIL) und war dessen Direktor von 1983-2001.

Computer sind in allen Lebensbereichen vorhanden.

Blicken wir als Beispiel in die Medizin: Die interaktive ärztliche Dokumentation in einer stark frequentierten Ambulanz muss mit einem Minimum an Interaktivität auskommen. Das ärztliche Handeln muss durch den Einsatz des Computers unterstützt werden. Daher ist es unumgänglich, die Benutzeroberflächen (User Interfaces) so einfach und so intuitiv wie möglich zu gestalten. Einerseits sollen dabei intelligente Unterstützung erfolgen, andererseits muss es immer möglich sein, auch Abweichungen von der Norm zu erfassen. Drastisches Beispiel: Bei einem Patientenmonitoringsystem in der Intensivmedizin muss eine große Zahl lebenswichtiger Parameter gleichzeitig gut übersichtlich und erkennbar dargestellt werden und kritische Abweichungen von Sollwerten müssen sofort und eindeutig auffallen. Eine große Herausforderung in allen Bereichen stellen dabei mobile Endgeräte (Tablet-PCs, Handhelds, Smartphones usw.) dar.

Das sind nur einige Beispiele, die zeigen, wo das Fach Human-Computer Interaction (HCI) wertvolle Grundlagenarbeit leisten kann, die im Usability Engineering (UE) ihre praktische Umsetzung erfahren. Human-Computer Interaction ist jene Disziplin die Forschung aus Psychologie und Informatik interdisziplinär zusammenführt.

Weiterführende Informationen zum Symposium erhalten Sie unter:
http://www.ifs.tuwien.ac.at/usab-symposium/page.php

Anmeldung:
http://www.ifs.tuwien.ac.at/usab-symposium/page.php?n=600

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Christine Haas
Oesterreichische Computer Gesellschaft
Tel. 01/512 02 35/51
haas@ocg.at
http://www.ocg.at

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