"Wiener Wälder": Forstamt stellt sich in sehenswertem Buch vor

Wien (OTS) - Wenn über kommunale Dienststellen und ihrem Verantwortungsbereich mittels Bildband umfassend berichtet wird, ist manchmal Skepsis angebracht. Gleich vorweg: Bei dem kürzlich vorgestellten Buch "Wiener Wälder", erschienen im Bohmann-Verlag, läuft jedwede Skepsis ins Leere. Der Bildband des Wiener Forstamtes, geschrieben von "Universum"-Chefredakteur Oliver Lehmann, MA 49-Mitarbeiter und Forstmann Andreas Schwab, fotografiert von GEO-Reportageexperten Lois Lammerhuber, bedient nicht nur die Schaulust des Betrachters, nein, auch inhaltlich kommt das 385 Seiten starke Buch leserlich und interessant daher.

Gleich welches Kapitel man anliest, durch welche Facetten der Wiener Wälder man sich gerade durchblättert - vom Nationalpark Donau-Auen, durch den Wienerwald oder entlang der Neupflanzungen, etwa in der Donaustadt - , die Wahrscheinlichkeit, an einem Bild oder in einer der mehreren anekdotenreichen Reportagen hängen zu bleiben, ist groß. Auch wenn man meint, durch eigene Wanderungen und Ausflüge, wie auch mittels Literatur vieles über Wiens Naturlandschaften, die ja auch das Alpine mittels Rax/Schneeberg bzw. Hochschwab umfassen, zu kennen und zu wissen, in dem aufwendig gestalteten Bildband ist der Zugewinn an Wissenswertem, nicht zuletzt über die Bandbreite der Tätigkeiten des Wiener Forstamtes, dennoch garantiert.

Lehmann, dem man sein geübtes, anschauliches Schreiben nicht nur im Eingangskapitel, sondern auch bei sperrigeren Thematiken, wie etwa über die ambitionierte Landwirtschaft oder die von Schulen gut nachgefragten Waldpädagogik seitens des Forstamtes, anmerkt, bringt in gekonnter Beiläufigkeit viel neues "unter die Leute": Seien es nun seltene Tier- und Pflanzenarten, seien es zeithistorische Anmerkungen, etwa über die Lobau in den letzten 100 Jahren oder den Lainzer Tiergarten. Dazu kommen Schwabs knapp und konzentriert verfassten Überblickskapitel. Zu Lammerhubers Bildern, für deren Zustandekommen weit über ein Jahr gearbeitet wurde, ist wenig zu sagen: Sie sind allesamt von erstklassiger Qualität, deren Wert durch das gelungene Lay-out noch unterstrichen wird. Wie heißt es irgendwo bei Lehmann so schön: "Damit ist in aller Kürze fast alles gesagt, aber noch lange nicht erzählt." "Wiener Wälder" sei somit nicht nur Liebhabern der Wiener Landschaften an`s Herz gelegt, sondern jedem, dem der dürre Verweis auf den 50-Prozent-Anteil an Grün in Wien sprachlich, wie visuell schlichtweg zu wenig ist.

Oliver Lehmann/Andreas Schwab/Lois Lammerhuber, Wiener Wälder, Bohmann Verlag, 385 Seiten, Preis: Euro 99,55, ISBN 3-90198323-6 (Schluss) hch/

Rückfragen & Kontakt:

PID-Rathauskorrespondenz:
http://www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
Mag. Hans-Christian Heintschel
Tel.: 4000/81 082
hch@m53.magwien.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRK0013