Glawischnig: BM Pröll steht bei Temelin vor Totalversagen

Tschechische Aufsichtsbehörde sagt, Wien habe kein Problem

Wien (OTS) - "BM Pröll steht in der Causa Temelin vor seinem Totalversagen zu", kritisiert Eva Glawischnig, Umwelt- und stv. Bundessprecherin der Grünen. Die Chefin der tschechischen Atomaufsichtsbehörde Dana Drabova und Temelin-Sprecher Milan Nebesar haben heute erläutert, dass alle zwischen Österreich und Tschechien vereinbarten Verpflichtungen betreffend der Sicherheitsmängel erfüllt seien. Der vom österreichischen Umweltministerium übermittelte Expertenbericht habe laut Drabova keine Mängel festgestellt. Die österreichische Regierung sehe deswegen in Temelin keine akute Gefahr, das würde sie andernfalls artikulieren, so Drabova im tschechischen Rundfunk. Die Temelin-Betreiber reagieren damit auf die gestrigen Aussagen des Umweltministeriums, wonach man seitens Österreich auf die bevorstehende Genehmigung für den kommerziellen Betrieb mit Gelassenheit reagieren wolle.

"Tatsache ist, dass die gravierenden Sicherheitsmängel bis heute nicht behoben sind", so Glawischnig. "Entweder hat BM Pröll in seinem Bemühen, dies den Temelin-Betreibern zu vermitteln, komplett versagt oder er hat dies gar nicht erst versucht", so Glawischnig. Die heutige Reaktion von Drabova sei ein erschreckendes Alarmsignal. Statt ‚Gelassenheit’ brauche es jetzt eine umgehende Reaktion von BM Pröll und BK Schüssel. "Pröll und Schüssel müssen mit Nachdruck deponieren, dass die Sicherheitsmängel nicht behoben wurden, das Melker Abkommen nicht erfüllt wurde und die Aufnahme des kommerziellen Betriebs einen Vertragsbruch bedeuten würde", so Glawischnig. "Die Temelin-Betreiber scheinen kein Interesse an einer Nachrüstung des AKW zu haben. Daher bleibt die Stillegung des AKW die einzige Alternative", so Glawischnig.

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