Neues Volksblatt: "Trumpf" (von Markus Ebert)

Ausgabe vom 19. Oktober 2005

Linz (OTS) - Für die Opposition ist Finanzminister Karl-Heinz Grasser ein beliebter Reibebaum. Ob steigende Spritpreise oder sinkende Fraueneinkommen, ob frierende Pensionisten oder finanziell ausgeblutete Universitäten: Es gibt kaum etwas, woran Grasser nicht schuld ist. Aus der Sicht der Opposition wohlgemerkt, die sich dann, wenn ihr die politische Munition einmal ausgeht, auch noch auf des Ministers Privatleben stürzt. Glaubt man freilich einer OGM-Umfrage für den ORF-Report, dann ist die ganze Gräuelpropaganda das Papier nicht wert, auf dem sie geschrieben wird. Denn immerhin 71 Prozent der Österreicher sagen, dass Grasser gut oder passabel arbeitet. Nur 19 Prozent finden seine Arbeit explizit schlecht, womit er sich innerhalb eines Jahres bei dieser Frage um acht Prozentpunkte verbessert hat. Und noch etwas lässt erahnen, wie wenig das oppositionelle Wortbombardement in den Augen der Bevölkerung auf Grasser Wirkung zeigt: 72 Prozent sagen, sein Privatleben habe keine Auswirkung auf seine Akzeptanz als Minister. Man kann es drehen und wenden, wie man will: Einer der ÖVP-Trümpfe der letzten Wahl sticht noch
immer.

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