Moser: "Austrokapitalismus in die Schranken weisen"

Wien (OTS) - Bei der Diskussion zum Thema Kapitalismus im Rahmen
des Hayek-Forums, die heute Dienstag in der Industriellenvereinigung durchgeführt wurde, nahm SPÖ-Wirtschaftssprecher Johann Moser vor Ökonomen kritisch Stellung: "Manche sehen im ungezügelten Kapitalismus das Allheilmittel für die aktuellen Probleme der Wirtschaft. Der ungezähmte Kapitalismus ist aber schlecht für die Menschen und für die Unternehmen." ****

Die Ergebnisse der neoliberalen Konzepte sind momentan abzulesen an explodierenden Gewinnen von einigen Multis und den ausufernden Gehältern von wenigen Managern. Auf der anderen Seite steige die Arbeitslosigkeit und die Armut weltweit, aber auch in Österreich, kritisiert Moser: "Diese Blutspur zieht die Wirtschaftspolitik der Neoliberalen durch unsere Gesellschaft."

Derzeit erpressen Konzerne und ihre Lobbies einzelne Nationalstaaten. Moser fordert, dass die Politik wieder die Vormachtstellung über die Wirtschaft gewinnen müsse. Auch müssten die Ziele der Unternehmen korrigiert werden. "Anstatt Manager für den Abbau von Arbeitsplätzen mit Prämien zu belohnen, sollten Sie durch Prämien dazu angespornt werden neue Arbeitsplätze zu schaffen. Was wir in der Wirtschaft brauchen ist ein hypokratischer, also ethischer Eid der Manager um den Raubtier- und Austrokapitalismus in die Schranken zu weisen", sagt Moser abschließend. (Schluss) up

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