Hilfswerk begrüßt Verlängerung der Familienhospizkarenz, fordert jedoch mehr Unterstützung für pflegende Angehörige

Präsident Othmar Karas: "Mobile Palliativpflege und Hospizteams fördern!"

Wien (OTS) - Hilfswerk begrüßt die heute, Dienstag, vom Ministerrat beschlossene Verlängerung der Familienhospizkarenz. Eltern von chronisch kranken Kindern können in Zukunft bis zu neun Monate in Karenz gehen, statt bisher sechs Monate. Damit ist jedoch nicht sicher gestellt, dass die pflegenden Angehörigen ausreichend unterstützt werden. Daher fordert das Hilfswerk, dass der Ausbau der mobilen Palliativpflege als integraler Bestandteil der Hauskrankenpflegeund Hospizteams verstärkt gefördert wird.

"Die meisten Menschen wollen zu Hause, in ihrer vertrauten Umgebung sterben", sagt Hilfswerk-Präsident Othmar Karas, Monika Gugerell, Pflegedirektorin des NÖ Hilfswerks "Aber die Angehörigen sind dabei oft überfordert. Sie brauchen Entlastung und oft auch professionelle Unterstützung. Es fehlt jedoch an öffentlichen Förderungen, damit diese Unterstützung auch für alle leistbar ist. Was wir dringend brauchen sind Rahmenbedingungen für eine entsprechende Qualifizierung der Pflegekräfte. Psychische Unterstützung für Angehörige: Psychosoziale Begleitung, Gesprächsrunden, Trauerbegleitung - vor allem wenn es sich um Todesfälle von Kindern handelt. Palliativpflege muss integraler Bestandteil der Hauskrankenpflege sein.", so Karas Gugerell abschließend.

Das Österreichische Hilfswerk ist mit seinen Landesverbänden und dem Hilfswerk Austria einer der größten österreichischen Anbieter sozialer Dienstleistungen. Es beschäftigt 7.370 MitarbeiterInnen und erwirtschaftet in den Geschäftsbereichen Hilfe und Pflege, Kinder-und Jugendbetreuung, sowie Beratung und Bildung einen Jahresumsatz von Euro 137,47 Millionen und ist auch als Hilfsorganisation in Krisengebieten sehr aktiv.

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