Krainer zu Temelin: Regierung verhöhnt heimische Bevölkerung

"Anti-Temelin-Politik der Regierung in Wahrheit ein einziger Bluff"

Wien (SK) - "Wie lange will die Regierung die Bevölkerung noch an der Nase herumführen?" Diese Frage stellte SPÖ-Umweltsprecher Kai Jan Krainer angesichts der Reaktion des Umweltministeriums auf die beantragte Betriebsgenehmigung für den ersten Reaktorblock im AKW Temelin. "Obwohl bereits hinlänglich bekannt ist, dass das Melker Protokoll das Papier nicht wert ist, auf dem es geschrieben ist, redet die Regierung offensichtliche Vertragsbrüche wortreich weg", so Krainer. So habe die Regierung über die kommerzielle Inbetriebnahme von Temelin hinweggesehen, obwohl im Melker Protokoll verankert ist, dass diese u.a. erst nach Behebung aller Mängel erfolgen darf. ****

Für den SPÖ-Umweltsprecher ist "es eine Verhöhnung der Menschen", die in der Nähe des AKW Temelin leben, wenn das Pröll-Ministerium den Dialog über Sicherheitsfragen mit den tschechischen Behörden unabhängig von der Betriebsgenehmigung weiterführen will. Denn, wie Krainer gegenüber dem SPÖ-Pressedienst festhielt, Temelin sei bekanntlich auch fünf Jahre nach Inbetriebnahme "um keinen Deut sicherer" und weise weiterhin eklatante Sicherheitsmängel auf. Krainer fordert daher die Regierung auf, endlich einzugestehen, dass ihre Anti-Temelin-Politik "von Anfang an nur ein einziger Bluff war und sie nie wirklich daran interessiert war, eine Inbetriebnahme von Temelin zu verhindern". (Schluss) ps

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