Fördern, aber sinnvoll: Unterstützung für das Energiesparen

Wien (OTS) -

  • Überhitzter Pelletsmarkt verunsichert Konsumenten und gefährdet Arbeitsplätze
  • Plötzliche Veränderungen am Markt sind typisch für junge Heizsysteme
  • Etablierte Heizsysteme wie moderne Ölheizung bieten Sicherheit und Stabilität

Trotz überzogener Förderungspraxis sind manche Heizsysteme nicht lebensfähig Angesichts der jüngsten Entwicklungen am Pelletssektor stellt sich die Frage nach der Richtigkeit der Förderpraxis in Österreich. Nicht nur, dass das landesweit größte Pelletswerk trotz enormer finanzieller Unterstützung des Landes schließlich doch in Konkurs geschlittert ist, wird auch jede einzelne Pelletsanlage mit hohen Direktförderungen und/oder Darlehenszuschüssen bedacht. Somit wird versucht, ein System künstlich am Leben zu erhalten, das offensichtlich viel zu unwirtschaftlich ist, als dass es ohne Förderung am Markt bestehen könnte. Die Jubelmeldungen rund um dieses Heizsystem, die auch hinsichtlich der Umweltbelastung (Stichwort Feinstauberzeuger) nicht nachvollziehbar sind, führten dazu, dass die Produktion von Pellets schneller gewachsen ist als der Bedarf. Hohe Kosten der Pelletsanlage schrecken ab - und dämpfen Nachfrage nach Pellets Tatsache ist, dass in Österreich rund 30.000 Haushalte mit Pellets heizen. Zum Vergleich: Heizöl wird in 922.000 Haushalten eingesetzt. Vor diesem Hintergrund erhebt Energieexperte und IWO-Geschäftsführer Martin Reichard die Frage, "warum nicht einmal der landesweit größte Produzent von Pellets wirtschaftlich überleben kann" und gibt auch gleich die Antwort darauf: "Offenbar hat niemand damit gerechnet, dass die vergleichsweise hohen Anschaffungskosten für eine Pelletsheizung - bis zu 12.000 Euro - viele Konsumenten von dieser Heizform abschrecken." Eine Ölheizung mit modernster Technologie ist dagegen schon ab 5.000 Euro zu haben. "Dieser Vorsprung bei den Investitionskosten wiegt für viele Heizungsbesitzer den kurzfristigen Preisunterschied beim Brennstoff auf und dämpft die Nachfrage nach Pellets", erklärt Energieexperte Reichard. Fördern, aber sinnvoll: 1.000 Euro für Erneuerung der Ölheizungsanlage Das IWO-Österreich fordert daher eine öffentliche Unterstützung für das Energiesparen, unabhängig vom Brennstoff. Im Falle des Umstiegs von einer veralteten Ölheizung auf eine moderne mit Öl-Brennwerttechnik sollten die bis zu 40% Energieeinsparung der öffentlichen Hand 1.000 Euro wert sein. Diese Förderung würde sich über das Steueraufkommen aus Umsatz- und Mineralölsteuer binnen weniger Jahre wieder amortisieren. Das IWO-Österreich (Institut für wirtschaftliche Ölheizung) ist die Kompetenzstelle der Mineralölwirtschaft für Heizfragen. Seit 1989 als Verein organisiert, bündelt es die Interessen von Heizölproduzenten und Energiehandel, Kessel- und Tankerzeugern, Herstellern von Kaminsystemen und weiteren Unternehmen sowie Institutionen im Umfeld des Heizsystems Ölheizung. Wichtigste Aufgabe ist die öffentliche Darstellung der Vorteile der Ölheizung sowie die Argumentation für die Ölheizung, speziell ihrer ökonomischen, ökologischen und technologischen Vorteile. Rückfragehinweis:

IWO Österreich
Mag. Martin Reichard
Tel.: 01/710 68 99
Fax: 01/710 68 98
wien@iwo-austria.at
www.iwo-austria.at

~

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF0010