Kuntzl zu Gehrer: Wer zahlt den Rest, Frau Ministerin?

1,3 Euro pro Einheit und Kind nicht kostendeckend

Wien (SK) - "Das Sprachticket der Ministerin Gehrer hält der simpelsten Überprüfung nicht stand! Eine kurze Rechnung zeigt, dass die Finanzierung mit dem Gutschein über 80 Euro nicht im Ansatz gegeben wäre." SPÖ-Familiensprecherin Andrea Kuntzl zeigte sich gegenüber dem Pressedienst der SPÖ verärgert, angesichts der Behauptung des Bildungsministeriums mit 80 Euro wären die Hälfte der Kosten für einen Sprachkurs über 120 Einheiten gedeckt. "Es kann schließlich nicht an den mangelnden Rechkenntnissen der Ministerin liegen. Aber 80 dividiert, durch die Hälfte der zu besuchenden Einheiten, nämlich 60, ergibt 1,3 Euro pro Einheit und SchülerIn. Wer zahlt den Rest?" ****

Mit einem Stundensatz von 1,3 Euro pro Einheit und Kind können Kurse nicht kostendeckend angeboten werden, erklärte Kuntzl. "Wenn tatsächlich Ergebnisse erzielt werden sollen, darf die Gruppengröße 10 Kinder nicht überschreiten. Mit 1,3 Euro Kurskosten pro Einheit, muss ein neuer Rekord in Preisdumping erzielt werden." Vergleichswerte hätten ergeben, dass bei kostengünstigen Anbietern der Stundensatz pro SchülerIn zwischen 7-8 Euro rangieren würde. "Anscheinend soll dieses Ticket ins Nirgendwo die Öffentlichkeit an der Nase herumführen. Nachdem sich Österreich gerade in der Lese- und Sprachkompetenz großen Herausforderungen stellen muss, ist dieser Vorschlag wieder nichts als ein beschämender Etikettenschwindel", schloss Kuntzl. (Schluss) up/mp

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