SJÖ fordert Unantastbarkeit des Rechts auf Selbstbestimmung

ÖVP stellt das Recht auf Schwangerschaftsabbruch noch immer in Frage

Wien (SK) - Anlässlich des europaweiten Aktionstages für das Recht auf Abtreibung betont Stefanie Vasold, Frauensprecherin der Sozialistischen Jugend Österreich (SJÖ), die Notwendigkeit der Unantastbarkeit des Rechts auf Schwangerschaftsabbruch. Vasold sieht dieses Recht immer wieder durch den Psychoterror fundamentalistischer AbtreibungsgegnerInnen bedroht. Aus diesem Grund fordert Vasold bundesweit Schutzzonen rund um Kliniken, die Schwangerschaftsabbrüche durchführen. ****

Ludwig Dvorak, Vorsitzender der SJÖ, weist darauf hin, dass innerhalb der Staaten der Europäischen Union nicht alle Frauen dieses Grundrecht besitzen, wie beispielsweise in Polen oder Irland: "Das Recht auf Schwangerschaftsabbruch muss in Europa für alle Frauen gelten. Denn auch das ist ein Kriterium für die Einhaltung der Menschenrechte."

Vasold fordert abschließend die Herausnahme der Abtreibungsregelung aus dem Strafrecht: "Es ist noch immer ein weit verbreiteter Irrglaube, dass Schwangerschaftsabbruch ein Verbrechen ist. Auch die ÖVP hat hier noch nicht ihre verstaubten Moralvorstellungen aus dem vorvorigen Jahrhundert abgelegt, wie die Aufstellungen einer 'Pro-Life'-Aktivistin als Kandidatin für die Wiener Gemeinderatswahlen belegt. Auch der Bundeskanzler Wolfgang Schüssel äußerte nachgewiesenermaßen seine Sympathien für die fundamentalistischen AbtreibungsgegnerInnen. Das Recht auf Abtreibung ist allerdings ein Grundrecht auf Selbstbestimmung über den eigenen Körper. Ob Kinder oder keine, das bestimmen wir alleine!" (Schluss) ps/mp

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