Investitionen, die sich lohnen: Vier-Punkte-Programm der AK zum Landesbudget 2006

Linz (OTS) - Arbeit, Bildung, Gesundheit und Familie sind die Schwerpunkte jenes Maßnahmenpakets, das die Arbeiterkammer Oberösterreich anlässlich der laufenden Budgetgespräche heute bei einer Pressekonferenz präsentierte. Mit ihren konkreten Vorschlägen hat sich die AK auch an die politischen Entscheidungsträger des Landes Oberösterreich gewandt.

"Aus unserer Sicht geht es bei der Budgeterstellung nicht um eine abstrakte 'Sicherung des Wirtschaftsstandorts', sondern um die konkreten Lebens- und Arbeitsbedingungen der Menschen in unserem Land", sagte AK-Präsident Kalliauer. Eines der primären Ziele müsse daher die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit sein. Die Arbeiterkammer fordert in diesem Zusammenhang mehr öffentliche Investitionen in die Infrastruktur, um die Konjunktur anzukurbeln. Dabei geht es einerseits um eine beschleunigte Planung und Vorbereitung zentraler Verkehrsprojekt und andererseits um wichtige Bauprojekte wie etwa Sanierungsarbeiten und Ausbau von Schulen und Kindergärten.

Um die Chancen der Menschen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern, fordert die AK einen qualitativen und quantitativen Ausbau der von ihr initiierten Arbeitsstiftung für Frauen. Weil viele Teilnehmer/-innen Qualifizierungsmaßnahmen des AMS vorzeitig abbrechen,
schlägt die AK außerdem eine intensivere Orientierungsphase und entsprechende Betreuung während der Maßnahme vor.

Beim Schwerpunkt Bildung stehen Frühförderung und der Ausbau ganztägiger Schulen - beides übrigens von den Sozialpartnern gemeinsam erhobene Forderungen - im Vordergrund. Dringend notwendig ist auch ein Ausbau des Bildungskontos. Die Bildungsförderung des Landes wurde nämlich seit 1994 nie an die Inflationsentwicklung angepasst. Und das Land sollte Bildungsabschlüsse junger Arbeitnehmer/-innen fördern, da unqualifizierte Arbeit immer weniger nachgefragt wird.

Eine erweiterte und verbesserte Gesundheitsförderung in den Betrieben sowie ein finanzielles Anreizsystem zur Teilnahme an der -im Bundesdurchschnitt hierzulande eher schwach frequentierten -Gesundheitsvorsorge sind die wichtigsten Vorschläge zum Themenkreis Gesundheit.

Um die Lebensbedingungen von Familien zu verbessern, sollen im Landesbudget unter anderem Fördermittel für 400 neue Betreuungseinrichtungen für Unter-Dreijährige sowie für 1500 zusätzliche Betreuungsplätze an ganztägigen Schulen vorgesehen werden.

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