Mölzer: Kroatien vor Rumänien und Bulgarien in die EU aufnehmen!

Die Kopenhagener Kriterien müssen für alle Beitrittswerber gelten

Wien, 18-10-2005 (OTS) - "Nach der überhasteten Erweiterungsrunde im letzten Jahr will die EU nun die Beitritte Rumäniens und Bulgariens durchdrücken", sagte heute der freiheitliche EU-Abgeordnete Andreas Mölzer. Anders sei es nicht zu verstehen, daß Erweiterungskommissar Olli Rehn die Reformbemühungen dieser beiden Staaten noch vor der Präsentation des "Fortschrittberichts" der EU in höchsten Tönen lobt, die massiven wirtschaftlichen Probleme wie die weiterhin bestehenden rechtsstaatlichen Defizite und vor allem die grassierende Korruption aber bagatellisiert, so Mölzer weiter. "Jetzt, wo alle von der Türkei reden, will die EU noch schnell diese beiden Problemkinder aufnehmen", warnte der freiheitliche EU-Mandatar. "Rumänien und Bulgarien sind zwar europäische Staaten, aber das darf keinesfalls zum Anlaß genommen werden, die Kopenhagener Kriterien einfach über Bord zu werfen".

"Für Brüssel sind Rumänien und Bulgarien der Versuchsballon für die übrigen Staaten des Westbalkans, die ebenfalls so schnell wie möglich in die EU hereingeholt werden sollen", so Mölzer weiter. Die Staaten des Westbalkans mit all ihren Problemen wie teilweise fehlender Rechtsstaatlichkeit, politischer Instabilität, Korruption und organisierter Kriminalität seien aber alles andere als EU-reif, betonte Mölzer. "Das einzige Land in der Region, das heute alle Beitrittskriterien erfüllt, ist Kroatien. Bundeskanzler Schüssel muß daher während der österreichischen Ratspräsidentschaft alles daran setzen, daß Kroatien vor Rumänien und Bulgarien der EU beitreten kann", forderte der freiheitliche Europaparlamentarier abschließend. (Schluß) bt

Stets gut informiert:
www.fpoe.at/ www.andreas-moelzer.at/ www.zurzeit.at/

Rückfragen & Kontakt:

Dr. Bernhard Tomaschitz
Funkruf: (0664) 17 65 433
E-Post: redaktion@zurzeit.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NFP0001