BZÖ-Steuerexperte Bucher: Grasser hat System Flat-Tax noch nicht verstanden

Finanzminister hat in der Frage der Steuervereinfachung nichts getan

Wien (OTS) - "Grasser hat das System Flat-Tax sichtlich noch nicht durchblickt", so der BZÖ-Steuerexperte und Wirtschaftssprecher NRAbg. Josef Bucher in einer Reaktion auf die Aussagen des Finanzministers in Laibach. "Bei der Flat-Tax geht es nicht um eine reine Tarifänderung, es geht vielmehr um Steuervereinfachungen und um mehr Steuergerechtigkeit zum Wohle der Bürger. Grasser hat in seiner bisherigen Amtszeit als Finanzminister in der so wichtigen Frage der strukturellen Änderung der Steuergesetzgebung bis auf die Senkung der KÖSt nichts getan."

"Die Österreicherinnen und Österreicher haben im vergangenen Jahr 300 Mio. Euro zuviel an Steuer bezahlt. Anstatt sündteure Inserate zu schalten, wie die Bürger ihr Geld zurückbekommen, soll der Finanzminister besser an der Umsetzung eines einfachen, transparenten und fairen Steuersystems arbeiten. Das derzeitige Steuersystem ist jedenfalls derart unübersichtlich, da profitiert außer der Riege der Steuerberater niemand. Damit stellt es einen Hemmschuh für den Wirtschaftsstandort Österreich dar", so Bucher weiter.

"Der Finanzminister schmückt sich mit seinen internationalen Kontakten, hat aber den Kern der Flat-Tax noch nicht richtig verstanden. Und das, obwohl das System Flat-Tax in vielen osteuropäischen Staaten reüssiert und dort den Grundstein zu einer erfolgreichen Wirtschafts- und Standortpolitik gelegt hat. Wenn Grasser hier von "Staaten mit anderen politischen Zielen" spricht, frage ich mich, was seine politischen Ziele sind?", so der BZÖ-Steuerexperte.

Bucher plädiert einmal mehr für die Umsetzung des vom BZÖ unter dem Titel "Entlastungsoffensive für Österreich" vorgestellten Steuersenkungsprogramms. Kern dieses Steuerkonzeptes ist die Zusammenfassung der aktuell drei Besteuerungsformen von betrieblichen Einkünften zu einer Einkunftsart für Unternehmen (Business Tax) und anstelle der bisherigen drei Steuersätze nur mehr zwei Durchschnittssteuersätze im Einkommens- und Lohnsteuerbereich. Damit würde ein entscheidender Schritt in Richtung Flat-Tax unternommen. "Uns geht es um eine transparente, einfache und faire Steuergesetzgebung. Grasser hat in dieser wichtigen Frage der Steuervereinfachung bisher keine spürbaren Schritte gesetzt", so Bucher abschließend.

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