REACH - Scheele: Berufskrankheiten können durch EU-Chemikalienverordnung verhindert werden

Studie im Europäischen Parlament präsentiert

Wien (SK) - Rechtzeitig vor der Abstimmung der
Chemikalienverordnung REACH im Plenum des EU-Parlaments am 16. November präsentierte der Europäische Gewerkschaftsbund gestern eine Studie über Berufskrankheiten, die von Chemikalien verursacht werden. Durch REACH soll es zu einer Registrierung und Evaluierung der in der EU in Umlauf befindlichen Chemikalien kommen. Für Karin Scheele, SPÖ-Europaabgeordnete und Mitglied des zuständigen Umweltausschusses im Europäischen Parlament, zeigt die Studie, dass durch REACH berufsbedingte Krankheiten verringert werden können. ****

Das Hauptaugenmerk der Studie gilt Haut- und Lungenkrankheiten. Scheele resümiert: "Laut Studie können 50 Prozent der berufsbedingten Asthma- und Hauterkrankungen durch REACH verhindert oder zumindest verringert werden. Bei sonstigen chronischen Lungenkrankheiten wie Bronchitis liegt der Prozentsatz bei immerhin zehn Prozent. Damit wird erneut bestätigt, dass REACH die Anzahl der berufsbedingten Krankheiten verringern wird". Dies sei ein enormer Fortschritt im Arbeitnehmerschutz und würde auch die Kosten der Gesellschaft, die für die Behandlung solcher Krankheiten aufkommen müsse, deutlich senken, so Scheele am Dienstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst.

Weiters geht aus der Studie hervor, dass viele Krankheiten auch durch mangelnde Information der Arbeitnehmer und Arbeitgeber verursacht werden. "Wichtige Informationen für die sichere Handhabung der Chemikalien finden sich im Stoffsicherheitsbericht", erklärt die Europaabgeordnete. "Die Risikomanagement-Maßnahmen, die daraus abgeleitet werden, können einen unschätzbaren Beitrag zur Arbeitssicherheit leisten. Daher fordere ich, dass eine solche Sicherheitsbewertung für alle Stoffe, die unter die neue Chemikaliengesetzgebung fallen, zwingend vorgeschrieben ist." Leider sehe der derzeitige Stand der Gesetzgebung nur einen Bericht für Chemikalien vor, die in Mengen von zehn Tonnen oder mehr pro Jahr hergestellt werden. "Der zuständige Umweltausschuss hat meine Forderung bereits unterstützt, jetzt muss noch das Plenum des Europäischen Parlaments den richtigen Weg einschlagen", schloss Scheele. (Schluss) ah/mp

Rückfragen & Kontakt:

Pressedienst der SPÖ
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK0004