Edlinger: Hohe Inflation frisst Pensionen auf

Edlinger verlangt Inflationsausgleich von 210 Euro für 2005

Wien (SPW) - "Die hohe Inflation frisst immer mehr von den kleinen Einkommen der Pensionisten in Österreich. Seit fünf Jahren wurde den Pensionisten die Inflation nicht mehr abgegolten. Die Pensionen haben seit 2000 real bereits acht Prozent an Kaufkraft verloren", kritisiert der Vizepräsident des Pensionistenverbandes Österreich und Wiener Landesvorsitzende, BM a.D. Rudolf EDLINGER, am Dienstag und fordert "für alle Pensionen bis 1.000 Euro monatlich einen Inflationsausgleich von 210 Euro für das gesamte Jahr 2005, um die starken Belastungen und Inflationsverluste auszugleichen".****

Die Pensionisten seien von den hohen Preissteigerungen in Österreich überdurchschnittlich betroffen. Denn erneut sind vor allem die Wohnungs- und Betriebskosten, Wasser- und Energiepreise gestiegen. "Das trifft Pensionisten sehr stark. Denn von Preissenkungen etwa bei Flugreisen oder elektronischen Geräten haben sie nicht viel", so Edlinger, der deshalb auch die Wiedereinführung des Pensionistenindex fordert, "weil der viel genauer den Warenkorb der Pensionisten und ihre Belastungen abbildet".

Die heurige Pensionsanpassung von nur 10 Euro monatlich entspreche bei einer durchschnittlichen Pension von 1.000 Euro netto einer Erhöhung von nur einem Prozent. Die heurige Inflation werde von Wirtschaftsforschern aber mit 2,4 bis 2,5 Prozent prognostiziert. Ein Inflationsausgleich von 15 Euro monatlich bzw. 210 für alle Pensionen unter 1.000 Euro sei daher dringend erforderlich, um zumindest die Kaufkraft der etwa zwei Millionen Pensionisten in Österreich zu sichern. Gerade das Fehlen einer stärkeren Inlandsnachfrage wird von vielen Wirtschaftsexperten als eine Hauptursache für die schwache Wirtschaft und die hohe Arbeitslosigkeit genannt. Die Einkommen der PensionistInnen zu stärken, wäre daher sozial- und auch wirtschaftspolitisch sinnvoll und notwendig", so der frühere Finanzminister.

Darüber hinaus meint Edlinger aber auch: "Es ist eine Schande für unser Land, dass fast 250.000 Pensionisten in Österreich unter der Armutsgrenze leben, weil die Ausgleichszulage so niedrig ist. So darf der Dank an die Aufbaugeneration nicht ausschauen, der man im Gedenkjahr 2005 zwar in vielen Reden, aber bislang nicht mit Taten gedankt hat", meint Edlinger. (Schluss)

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