Branchentreff in Graz ein Erfolg, Stahlbauer stark im Export

Wien (PWK777) - Auch heuer lockten zahlreiche Fachvorträge rund um das Thema Stahlbau mehr als 200 Teilnehmer aus dem In- und Ausland zum 25. Österreichischen Stahlbautag, organisiert vom Österreichischen Stahlbauverband (ÖSTV), Mitte Oktober ins Messecenter nach Graz. "Es war eine gelungene Veranstaltung, wir sind sehr zufrieden. Denn es ist uns ein interessanter Mix aus technischen und nicht technischen Vorträgen, die auf den höheren Sinn des Bauwesens eingehen, gelungen", so Peter Zeman, Präsident des Österreichischen Stahlbauverbandes und General Manager des Unternehmens Zeman & Co Ges.m.b.H.. Darüber hinaus wurden zahlreiche Projekte von österreichischen Stahlbauern wie die Stadthalle in Wien, der Bahnhof in Frankfurt, der Flughafen Tower in Schwechat oder die Donaubrücke Apollo präsentiert, die zeigten, wie kreativ Stahl eingesetzt werden kann.
Im Rahmen eines Vortrages wurde auf die Bemessungsregeln im Bauwesen hingewiesen, die durch die EUROCODES europaweit auf eine einheitliche Basis gestellt werden. Auch Mitglieder des ÖSTV waren an der Neuregelung des technischen Regelwerks maßgeblich beteiligt.

Im Mittelpunkt des Branchentreffs stand auch der Werkstoff Stahl und seine Vorteile im Bauwesen wie Nachhaltigkeit, Sicherheit, Schnelligkeit, Präzision, Ressourcen- und Umweltschonung. Ziel des ÖSTV ist es ab 2006 in der Öffentlichkeit ein Bewusstsein für die Vorteile des Stahls zu schaffen. Entsprechende Botschaften sollen an den Mann gebracht werden, damit der Werkstoff Stahl im gesamten Bauwesen in Zukunft deutlich zunimmt. "Denn die überholten Vorbehalte bezüglich Stahl und seiner Brandsicherheit müssen aus der Welt geschaffen werden", so Felbermayer geschäftsführender Direktor des ÖSTV. Namhafte Partner aus dem Stahlhandel und aus der Stahlerzeugung konnten bereits gewonnen und gemeinsam eine Kommunikationsstrategie festgelegt werden. Weitere "Freunde des Stahlbaus" sind willkommen.

In Österreich gibt es derzeit rund 30 industrielle Stahlbauer und mehr als 4.000 Schlosser die Stahlbau betreiben. Der Stahlbau ist u.a. ein kleiner aber fortschrittlicher Teil der Baubranche. Der Stahlhochbau hat derzeit in Österreich einen Marktanteil von rund fünf bis sieben Prozent. "Die Tendenz sei jedoch merkbar steigend", betonte Zeman am Stahlbautag. Für die heimischen Stahlbauer ist Österreich ein hartes Pflaster. Denn im Hochbau dominieren nach wie vor der Massiv- und neuerdings auch der Holzbau. Im Vergleich dazu:
Im Vereinigten Königreich, ein Vorreiter im Stahlbau, beträgt der Anteil von Stahl im mehrgeschossigen Hochbau 71 Prozent und im eingeschossigen Hallenbau sogar 95 Prozent.

Für die österreichischen Stahlbauer gibt es trotzdem Grund für Optimismus. Trotz der steigenden Rohstoffpreise konnten sich die Stahlbauer aufgrund von prestigeträchtigen Aufträgen im In- und Ausland in den letzten Monaten gut behaupten. Die Exporte stiegen im Bereich Stahl- und Leichtmetallkonstruktionen und Ausbauelemente aus Stahl in den letzten vier Jahren kontinuierlich an: Von 500 Millionen Euro im Jahr 2000 auf 648 Millionen Euro im Jahr 2004. Dies bedeutet ein Plus von fast 30 Prozent gegenüber 2000. Wichtige Exportländer sind neben Deutschland, Italien und die Schweiz auch Ungarn und Großbritannien. Auch bei den Auftragseingängen gibt es im ersten Halbjahr 2005 ein sattes Plus von 19,2 Prozent zu verzeichnen.

Der Österreichische Stahlbauverband (ÖSTV) vertritt 68 Mitglieder aus allen stahlbaunahen Bereichen gegenüber dem Gesetzgeber, den Behörden und anderen Institutionen mit dem Ziel, den Stahlbau zu fördern. Experten bearbeiten in technischen und wirtschaftsorientierten Gremien aktiv aktuelle Themen des Stahlbaus. Weiters werden zahlreiche Richtlinien und Broschüren für den Stahlbau publiziert. (us)

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