2004 brachte den Bauern gute Ernten und höhere Einkommen Der aktuelle Grüne Bericht liegt dem Nationalrat vor

Wien (PK) - Die Bundesregierung hat dem Nationalrat kürzlich den Grünen Bericht 2005 (III-170 d.B.) samt Ausblick auf agrarpolitische Maßnahmen im Jahr 2006 (III-169 d.B.) vorgelegt. Die Nachrichten über die Entwicklung der Land- und Forstwirtschaft im Jahr 2004 sind positiv. Bei guten Witterungsbedingungen erhöhten die Bauern den Wert ihrer Produktion um 1,5 % auf 7 Mrd. €, was einen Anteil von 1,9 % an der Bruttowertschöpfung der Volkswirtschaft bedeutet. Das Einkommen je Jahresarbeitseinheit stieg 2004 in der Landwirtschaft real um 2,5 % (Stand Juni 2005). Diese Quote lag zwar unter jener der EU-25, wo das landwirtschaftliche Einkommen je Arbeitseinheit 2004 um 3,3 % stieg (2003: +1,5 %), aber über dem Wert der 15 alten Mitgliedstaaten (+0,8 %). In den zehn neuen EU-Mitgliedsstaaten wuchs das Einkommen je Arbeitseinheit um 53,8 %.

Einmal mehr sicherte der Agrarsektor Arbeitsplätze in Industrie, Gewerbe und Dienstleistungssektor. Die Bauern investierten 2004 6,05 Mrd. €, der Wert ihrer Aufträge an Industrie und Gewerbe betrug 2,99 Mrd. €.

Die Statistiken des Grünen Berichts lassen freilich auch erkennen, dass sich hinter den günstigen Globaldaten im Einzelnen sehr unterschiedliche Entwicklungen verbergen. So sank etwa die Produktion der Forstwirtschaft im Berichtsjahr um 1,9 % auf 1,2 Mrd. €, während jene der Landwirtschaft um 2,2 % auf 5,8 Mrd. € zunahm. Dort wiederum resultierte der Zuwachs primär aus der Tierhaltung, die um 3,4 % zulegte. Der Wert der pflanzlichen Produktion lag um 1,5 % über dem Vorjahresniveau.

Auf Rationalisierungsprozesse läßt die Tatsache schließen, dass die Zahl der in der Land- und Forstwirtschaft Beschäftigten (berechnet nach Jahresarbeitseinheiten) um 1,2 % auf 188.900 zurückging, 158.200 der in der Land- und Forstwirtschaft tätigen Menschen waren nicht entlohnte Familienarbeitskräfte.

Wiederum stark zugelegt hat 2004 der Außenhandel Österreichs mit agrarischen Produkten und Lebensmitteln. Die Ausfuhren stiegen um 11,1 % auf 5,4 Mrd. €, die Einfuhren um 9,1 % auf 5,9 Mrd. €. 84,8 % aller importierten Agrargüter stammten aus dem EU-Raum, 76,4 % aller exportierten Güter gingen in die EU-Länder. (Schluss)

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