Die Zukunft der Sicherheit

Wien (OTS) - Von 18. bis 21. Oktober 2005 finden im salzburgischen Leogang die traditionellen "Österreichischen Sicherheitstage" statt. Als Teilnehmer mit dabei ist auch die Geschäftsführung von Weltmarktführer SECURITAS. Der Sicherheitsdienstleister setzt sich laufend mit der Entwicklung des Sicherheitsmarktes und der Evaluierung verschiedener möglicher Zukunftsszenarien auseinander. Mag. Martin Wiesinger, Geschäftsführer der Österreich-Tochter von SECURITAS, gibt in einem Interview Einblicke in die Welt der Sicherheit von morgen.

F: Steigende Einbruchszahlen, Budgetnöte der Öffentlichen Hand, immer mehr private Dienstleister, wohin entwickelt sich das Thema Sicherheit?

MW: Beim Thema Sicherheit gibt es international schon länger einen Trend zu beobachten, der nunmehr zeitverzögert auch Österreich erreicht. So wie in der Pensions- und der Gesundheitsvorsorge müssen sowohl Privatkunden als auch Kommunen zukünftig davon ausgehen, Teile der Sicherheitsleistungen selbst bezahlen. Das private Sicherheitsgewerbe ergänzt die öffentliche Sicherheit daher in steigendem Ausmaß. In Österreich kommen derzeit etwa 25 private Sicherheitskräfte auf 100 Polizisten, in Deutschland 68 private auf 100 Polizisten, in England 106 private auf 100 Polizisten

F: Stimmt das subjektiv sinkende Sicherheitsgefühl mit der realen Bedrohung überein oder gibt es da ein Auseinanderklaffen zwischen Realität und Wahrnehmung?

MW: Das subjektiv gesunkene Sicherheitsgefühl resultiert daraus, dass sich die Exekutive verstärkt auf die Erfüllung ihrer Kernaufgaben konzentriert. Dadurch ist die vor allem präventive Präsenz auf den Straßen geringer geworden. Österreich gehört aber immer noch zu den sichersten Plätzen der Welt.

F: Wie viel werden die privaten Sicherheitsdienstleister von der öffentlichen Hand übernehmen?

MW: Wir werden gemeinsam mit der Exekutive sinnvolle Ergänzungsleistungen definieren. Beispiele erfolgreicher Zusammenarbeit gibt es bereits viele, wie Ordner- und Sicherheitsdienste in Fußballstadien, Flughafensicherheit, Kurzparkzonenüberwachung oder Gerichtssicherheit. Der Phantasie sind dabei keine bzw. geringe Grenzen gesetzt. Für uns sind dabei aber zwei Dinge unverzichtbar - das abgestimmte Vorgehen und das Respektieren der Staatsgewalt.

F: In welche Sicherheitsbereiche investieren österreichische Unternehmen?

MW: Unternehmen investieren vor allem in drei Bereiche. Erstens in professionelle Zutrittssysteme, mit denen sichergestellt ist, dass jederzeit feststellbar ist, wie viele Mitarbeiter und Besucher sich im Unternehmen aufhalten. Zweitens in Empfangsdienste, die eine Kombination aus Dienstleistung (Besucherempfang) und Sicherheit (Erstellen von Ausweisen, Überwachung Brand/Alarmanlage) bieten. Und drittens investieren Unternehmen in Sicherheitslösungen - in Kombinationen aus Sicherheitstechnik und der Stellung von Sicherheitspersonal, da solche Kombinationen langfristig am effizientesten sind.

F: Wie sieht ihr Sicherheitsszenario für die nächsten 10 Jahre aus? Haben wir dann alle eine Alarmanlage und jedes Unternehmen eine Privat-Polizei?

MW: Der Trend zur Alarmanlage hält sicher an. Die Hardwarekosten sind inzwischen so tief (ab Euro 500), dass sich jeder eine Anlage für seinen persönlichen Bedarf leisten kann. Die Alarmanlagen werden zukünftig fast ausschließlich auf professionellen privaten Alarmzentralen aufgeschaltet sein, die Fehlalarme wegfiltern und nur Echtalarme gezielt an die Polizei weiterleiten.
Im Firmenbereich erwarten wir, dass sich zukünftig jedes Unternehmen regelmäßig einem professionellen Sicherheitscheck unterzieht. SECURITAS führt solche Sicherheitschecks - je nach Umfang - zum Teil sogar kostenlos durch. Es wird auch viele neue Dienstleistungen im kommunalen Umfeld geben, z.B. Pisten Security, Service Guards in Einkaufsstrassen und Shopping Centers.

F: Wer wird von dieser Entwicklung profitieren, wer wird leiden?

MW: Niemand wird leiden. Wir erwarten, dass der Arbeitsmarkt profitiert, da die Sicherheitsunternehmen schon in den letzten Jahren ein "Jobmotor" waren. Alleine SECURITAS hat in den letzten 5 Jahren über 500 neue Jobs geschaffen.

Unternehmensinfo

Mit den vier Geschäftsfeldern Sicherheitsdienstleistungen, Werttransporte, Sicherheitstechnik, und Alarmsysteme erwirtschaftete der schwedische Weltmarktführer SECURITAS 2004 einen Umsatz von 6,5 Milliarden Euro. SECURITAS ist in über 30 Ländern mit rund 235.000 Mitarbeitern vertreten. Die österreichische Niederlassung ist seit 1999 tätig, hat ein rein österreichisches Management und beschäftigt bereits über 1100 Mitarbeiter. SECURITAS wächst seit Jahren deutlich rascher als der Marktdurchschnitt, ist flächendeckend in allen Bundesländern vertreten und wird 2005 einen Umsatz von 32 Mio. Euro erwirtschaften.

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